[Review] Akela / Hector Savage - Split

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[Review] Akela / Hector Savage - Split

Beitrag von Kingpin » 24.11.2013, 19:34

Akela / Hector Savage - Split

VÖ: 18.10.2013
Label: Midsummer Records - http://www.midsummer-records.de

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Tracklist
01. Enter Weltschmerz (HS)
02. Diagonally Opposite (HS)
03. Burt Cokain (A)
04. Nate Kash (A)

Laufzeit: 07:59 min

Akela und Hector Savage sind neun Typen, die sich als Freunde bezeichnen, die jeweils einer der beiden Bands zocken. Für eine Split haben sie sich nun zusammengetan und eine schicke 7" mit insgesamt vier Tracks veröffentlicht. Darauf gibt es verzwickelt-chaotischen Hardcore zu hören, der von ständigen Tempowechseln gejagt wird und sich in grauem Soundgewand badet. Die Herren von Hector Savage sind dabei etwas rasender zugange, sprich lassen dramatische Gitarren-Sounds auf sich überschlagende Beats treffen und rotzen sich in passabler Manier durch ihre beiden Tracks. "Enter Weltschmerz" ballert ordentlich was weg, mal im Mathcore, mal in rockigen Post Hardcore-Ebenen unterwegs, immer aber kantig und mit viel Wut im Bauch. Auch ihr zweiter Song "Diagonally Opposite" drückt voll aufs Gas, kann aber auch mit schicken Nackenbrecher-Grooves auftrumpfen, ehe sogar einige Sekunden der Stille herrschen. Abwechslungsreich und treffsicher geschrieben, können Hector Savage auf jeden Fall einige Pluspunkte für sich verbuchen.

Weiter geht es mit Akela, die seit einger Zeit auf Midsummer Records gesignt sind und musikalisch in eine etwas andere Richtung bewegen, insgesamt eher etwas langsamer unterwegs sind. "Nate Kash" etwa startet mit Drum-Gezuckel, ehe sich stolperndes Schlagzeug und doomige Riffs vereinen. Die tiefen Growls erzeugen eine ordentliche Spannung, aber so richtig heavy sind die beiden Songs dann leider nicht, sodass ihre Wirkung etwas verpufft. Am Schlagzeug ist man hin und wieder etwas zu verspielt, was den Flow der Band (absichtlich) stört und nicht immer zu gefallen weiß. Hector Savage sind da noch etwas durchdachter unterwegs und wissen mitzureißen, wo Akela zu sehr vor sich her eiern. Sucht man demnach den Split-Sieger, so sollen es Hector Savage sein, die ihre Songs leidenschaftlich runterrotzen und mit vielseitigeren Sounds aufwarten. So richtig einschlagen kann die Split-7" jedoch nicht, dafür fehlt das gewisse Etwas und auch ein Wiedererkennungswert, der bei beiden Bands nicht wirklich gegeben ist. Nichtsdestotrotz eine nette Erheiterung in düsteren Minuten.

+ Hector Savage und ihr mitreißender Post Hardcore
- Akela und ihr langweiliger Doom

Punkte: 06/10

Discographie
2013 - Split (HS+A)
2012 - The Void EP (A)
2012 - s/t EP (HS)

http://hectorsavage.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/hectorsavageHC
http://www.akelanoise.com/

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