[Review] Disparaged – And Babylon Fell

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[Review] Disparaged – And Babylon Fell

Beitrag von mcflemmig » 14.01.2014, 14:33

Disparaged – And Babylon Fell

Label: Apostasy Records
Release: 11.10.2013

Bild

Tracklist:
01. And Babylon Fell
02. Depopulate
03. Flesh Of The Soulless
04. The Urge To Kill
05. Approaching Underworld
06. My Burning Friend
07. Voices Of Rejection
08. Bloodloss
09. Those Marked By The Beast
10. Bleed For Me
11. Sons Of The Ancient
12. This Aching Heart
13. The Second Coming

Spieldauer: 57:12min

Nachdem erst kürzlich die hervorragenden PUNISH mit "Sublunar Chaos" ihr kleines idyllisches Fleckchen Schweiz vortrefflich vertreten konnten, schmettern nun ihre 4 Landsmänner um DISPARAGED ein nicht minder hammerhartes Brett in die Gehörgänge gemeiner Metalheads. Dabei ist von Scheibe zu Scheibe ein kontinuierliches Mehr an Allem, vor allem im Bereich Rhythmus und Groove, zu verzeichnen, was hier in "And Babylon Fell" seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Ging man in "Wrath of God" oder auch "Blood Source" häufig schlicht mit der Abrissbirne durch eigenes Liedgut, scheint man nun durchaus gefallen daran gefunden zu haben, selbige Parts noch mit dunkelsten Grooves, einer Menge Soli, Pianos, choralen Akustikparts ("Voices Of Rejection") und anderen cleanen Spielerein und sogar mit einigen kleinen Samples abzuschmecken, was dem Gesamten eine noch derbere Note verleiht. Neben dem wilden Abgegrunze Herrn Tomislav Kuzmic, welches über jeden Zweifel erhaben ist, weiß auch die Instrumentalgruppe, abgesehen von einigen doch etwas zu plump geratenen Melodein ("Bleed for Me", "The Second Coming"), absolut zu überzeugen. Immer wieder schiessen einem Assoziationen zu großen Vertretern des Genres durch den Kopf, von den mächtigen KATAKLYSM oder CARCASS über ARCH ENEMY oder SEPULTURA bis hin zu aktuellen Brechern ala BRUTAL UNREST und anderen - in dessen illustrer Runde sich DISPARAGED nun wahrlich nicht zu schämen brauchen. Zugeben, "Depopulate" konnte noch nicht sofort auf Großartiges schließen lassen, aber spätestens mit "Flesh of the Soulless", dem teilweise wild stampfenden "The Urge to Kill" und "Approaching Underworld" schickt man mal eben 3 absolute Kracher am Stück ins Rennen, die den MetalNeutralos uneingeschränkte Aufmerksamkeit bescheren sollten.

Bis zum Ende konnten DISPARAGED diese Qualität dann auch durchziehen, weshalb ich kaum einen Grund sehe hier keine uneingeschränkte Empfehlung abzugeben. Dick und fett produziert vom Guten Jacob Hansen (ABORTED, PESTILENCE, VOLBEAT … ) haben wir hier also ein Werk absolut kunstvoller Knüppelei kreativster Köpfe, welches mit allerhand schweren Nackenparts aufwartet und trotz fast 60min Spiellänge nie langweilt, sondern immer wieder zu überraschen weiß!

+ vielseitiger, kreativer Deathmetal
+ ausgetüfteltes Songwriting
+ Hammer Sound

- einige Melodien/ Soli zünden nicht so recht

Punkte: 08/10

Disco
2002 – Death Trap (Demo)
2003 – Overlust
2006 – Blood Source
2009 – The Wrath of God
2013 – And Babylon Fell

http://www.disparaged.ch/2012/order/

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