[Review] Chelsea Grin - Ashes to Ashes

Musik Reviews und Filmberichte
Antworten
Benutzeravatar
FlowRyan
Konzertbesucher
Konzertbesucher
Beiträge: 27
Registriert: 21.01.2014, 21:26

[Review] Chelsea Grin - Ashes to Ashes

Beitrag von FlowRyan » 06.07.2014, 14:16

Chelsea Grin - Ashes to Ashes

Label: Artery Recordings
VÖ: 08.07.2014

Bild

Tracklist:
01. Playing with Fire
02. Pledge Allegiance
03. Morte aterna
04. Nightmares
05. Illuminate
06. Sellout
07. Waste Away
08. Ashes... (Instrumental)
09. ...To Ashes (Instrumental)
10. Angels Shall Sin, Demons Shall Pray
11. Letters
12. Cheers to Us
13. Clockwork
14. Undying
15. Dust to Dust...

Spielzeit: 57:51 min

CHELSEA GRIN galten 2008 als DIE große Deathcore-Hoffnung. Die Kombination aus extrem gewaltigen Instrumenten und einer Stimme, die direkt aus der Hölle zu kommen schien, überzeugten einen Großteil der Szene. Selbst die ersten beiden Studioalben, „DESOLATION OF EDEN“ und“ MY DAMNATION“, waren ein Inbegriff für rohe Brutalität. 2012 entstand dann die musikalische Totgeburt, die auf den Namen „Evolve“ hörte. Hierbei verwendeten CHELSEA GRIN neue Elemente wie klarer Gesang und Keyboards, die einen Großteil der Fans verschreckte. Ob man aus diesem Fehler gelernt hat wird sich mit der aktuellen Platte „Ashes to Ashes“ zeigen.

Fortschritt mag ja schön und gut sein, aber wenn man es übertreibt kann es ganz schnell nach hinten los gehen. Und was soll man sagen. CHESLEA GRIN machen genau da weiter, wo sie bei „Evolve“ aufgehört haben. Viele Fans werden jetzt wahrscheinlich in Tränen ausbrechen, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Die Keyboards sind zwar noch da, dafür wurden aber die Clean Vocals auf ein Minimum zurück geschraubt bzw. nahezu komplett verbannt.

„Ashes to Ahes“ beinhaltet 15 (!) Songs, was für eine Deathcore-Platte eine erhebliche Anzahl ist. Natürlich birgt dies auch ein paar Probleme. Beispielsweise ist es relativ schwierig einen wahren Lichtblick zu finden. Der erste Song „Playing with Fire“ zeigt schon mal eindrucksvoll in welche Richtung es gehen kann. Technische Spielereien, eine starke Stimme und eine gewissen Eingängigkeit sorgen für einen starken Einstieg. Leider können CHELSEA GRIN dieses Niveau nicht ganz halten, denn ein Großteil wirkt ein wenig erzwungen. Soll heißen: Sie haben drei Äxte und sie wollen unbedingt zeigen, dass sie damit auch etwas anfangen können. Somit wirken viele Songs sehr progressiv. BORN OF OSIRIS lassen grüßen.

CHELSEA GRIN haben mit „Ashes to Ashes“ etwas erschaffen, was sich zwischen der „Evolve EP“ und „My Damnation“ befindet. Alex Koehlers Stimme ist wie immer überragend, die Breakdowns knallen teilweise auch ordentlich und einige Songs zeugen von großer Qualität. Leider mussten CHELSEA GRIN auch einen Großteil ihrer Durchschlagskraft einbüßen.

+ wenn es knallt, dann ordentlich
+ viele Spielereien
- Quantität statt Qualität?
- die altbekannte CHELSEA-GRIN-Brutalität fehlt stellenweise

Wertung: 6/10

Disco:
Desolation of Eden (CD - 2010)
My Damnation (CD - 2011)
Ashes to Ashes (CD - 2014)

https://www.youtube.com/watch?v=hiSzWIuoa7s
https://www.facebook.com/ChelseaGrinMetal

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast