[Review] Code Blue Coma - Triumph Of Time/Corruption Of The

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[Review] Code Blue Coma - Triumph Of Time/Corruption Of The

Beitrag von Kingpin » 06.07.2014, 20:19

Code Blue Coma - Triumph Of Time/Corruption Of The Body

VÖ: 13.06.2014
Label: Anchored Records - http://www.anchoredrecords.de

Bild

Tracklist
01. Honestly, I Will Lie Again
02. The Short Summer Of Anarchy
03. Assassinate The Weatherman
04. King's Crown In The Crapper
05. Switching Dimension
06. No Money For New Specs

Laufzeit: 16:29 min

Musikalisch und textlich inspiriert von Bands wie Converge und Bane, taten sich vor einigen Jahren (ehemalige) Mitglieder von Within Walls, Hollow Sons und All Aboard zusammen, um unter dem Namen Code Blue Coma kraftvollen und leicht vertrackten Hardcore auf die Straße zu bringen. Die fünf Mönchengladbacher haben dabei Ende 2013 mit "Triumph Of Time/Corruption Of The Body" zudem eine erste EP digital veröffentlicht, und weil die im Hause Anchored Records wohlwollend aufgenommen wurde, gibt es das sechs Track starke Stück nun auch als 12".

Die Band, wohl benannt nach einer Downset EP aus dem Jahre 2000, vollführt dabei auf ihrem Erstling einen wuchtigen Tanz, der sich aus dunklen Melodien, knochenharten Riffs, dreckigen Beats sowie immens angepissten Vocals zusammensetzt. Code Blue Coma rocken und rotzen sich durch den Äther, immer voll auf die Zwölf, ohne Kompromisse und ohne darauf zu achten, etwas Erwartbares zu produzieren. Mal bounct es wie deine Lieblings-Groove-Kapelle The Warriors, dann zerpflücken hektische Drums die gesamte Anlage, später doomt es beinahe, wenn im Schneckentempo ranzige Riffs das Kommando übernehmen. Der Sound des Fünfers ist wunderbar abwechslungsreich und vor allen Dingen auch eigenständig, was mit Freude zu vernehmen ist. Hin und wieder nerven zwar einige Fieptöne, aber grundsätzlich kann jeder Song zu jeder Sekunde überzeugen. Seien es wunderbar mies dröhnende Gitarrenwände, großartige verspielte Dissonanzen, beinahe rapartige Spuckerein über grummelnde Bassläufe oder mitreißende Speed-Attacken, der geradezu Kurs auf ein flammendes Inferno nehmen. Die EP der fünf Mönchengladbacher wird so nie langweilig und man muss schon sagen: Das hat internationales Format, will heißen, hier ist Qualität am Start, die auch über die Landesgrenzen hinweg Anerkennung finden sollte. Die Texte sind zudem gut geschrieben, auch wenn sie in Summe zu ich-bezogen sind und keinerlei relevante Themen ansprechen - da hätte ich mir mehr Greifbares und auch Anspruchsvolleres gewünscht.

Wie dem auch sei, die Debüt-EP von Code Blue Coma ist ein richtig starkes Werk, welches über die Spielzeit hinweg aufzutrumpfen weiß und es so schafft, den Hörenden auch mit großer Lust den Repeat-Button drücken zu lassen. Verdammt eigenständig kommt die Band bereits auf ihrem ersten Output daher und man kann so immens gespannt sein, was da noch kommen mag, denn "Triumph Of Time/Corruption Of The Body" föhnt schön bös.

+ Rumplig-chaotischer Hardcore
+ Starkes Songwriting
+ Eigener Style
- Lyrics etwas flach

Punkte: 08/10

Discographie
2014 - Triumph Of Time/Corruption Of The Body EP

http://codebluecoma.bandcamp.com/releases
https://www.facebook.com/CodeBlueComa

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