Interviews

HAND TO HAND

Band

Übersetzung von: xHighFidelityx
partyausfall.de: Gebt unseren Lesern zum Anfang bitte eine kleine Zusammenfassung vom Bestehen Hand To Hand's.

Hand to Hand: Hand To Hand wurde von 5 Leuten gegründet, die musikalisch gerne in eine etwas andere Richtung gehen wollten, als sie es bisher taten. Jeder von uns hatte in der Vergangenheit in härteren Kombos gespielt. Bevor wir eine Band wurden, zog es jedes Mitglied ganz unabhängig voneinander nach und nach in die Hardcore Szene Floridas. Als dieses Projekt sich zusammen fand, war klar, dass wir eine andere Richtung (zumindest was den Stil angeht) einschlagen würden, als die bisherigen Bemühungen vielleicht vermuten ließen. Wir wollten frische und energische Musik schreiben, bei dem die Hörer sich immer auf den Vibe vom typischen Florida Rock Sound, der in unseren Wurzel steckt, beziehen können.

partyausfall.de: Wann ging es los mit Hand To Hand und wie genau fanden sich die Mitglieder?

Hand to Hand: Rob (Gesang), Brock (Gitarre) und Steve (Bass) spielten bereits in anderen Bands zusammen. Es gab einige Mitgliederwechsel, sie probierten einen oder zwei Drummer aus bevor sie sich für Zach entschieden. Ich stieß einige Zeit später dazu, als es einige stillistische Differenzen mit dem urpsprünglichen Gitarristen John gab. Und wie es das Schicksal so wollte, war es meine frühere Band in Tampa, Florida, die Hand To Hand vor einigen Jahren bei ihrer ersten Show supporteten.

partyausfall.de: Was steckt hinter dem Namen Hand To Hand?

Hand to Hand: Der Name wurde uns von einem engen Freund hier in der Szene von Florida gegeben. Er ist perfekt für uns, wir denken es beschreibt sehr gut die vielen Abhängigkeiten, die man einer anderen Person gegenüber erfahren kann. Liebe und Hass / Freundschaft und Kampf. Wie in einem Kampf Hand in Hand oder die Hand von jemand halten etc. Eigentlich ungewöhnlich, aber es beschreibt auch sehr gut unsere Musik, da wir sehr hart aber auch melodisch sein können. Deshalb lieben oder hassen uns die Leute.

partyausfall.de: Mit "A Perfect Way To Say Goodbye" veröffentlicht ihr nun euer Debüt auf Lifeforce Records. Wir kam es zu der Zusammenarbeit mit diesem eigentlich deutschen Label?

Hand to Hand: Es ist interessant welche Möglichkeiten uns das eröffnet. Unsere guten Freunde von Trivium (jetzt bei Roadrunner Records) waren für einige Zeit bei Lifeforce unter Vertrag. In dieser Zeit ließen sie keine Möglichkeit aus von diesem Label zu schwärmen. Sie hatten immer nur Gutes über Stefan zu sagen. Unser Gitarrist und Matt, von Trivium, kennen sich sehr lange und deshalb tat er uns diesen großen Gefallen und sorgten dafür, dass unsere CD die richtigen Hände bei Lifeforce Records erreicht.

partyausfall.de: Euren Sound kann man nicht auf ein einzelnes Genre reduzieren. Ich würde es als einen Mix aus New School Hardcore, melodic Rock und Emo beschreiben. Wie entwickelte sich dieser Stil?

Hand to Hand: Du sagst es! Wir sind alle Produkte dessen, was wir während des Erwachsenwerdens gehört haben. Und wir alle lieben New School Hardcore, melodic Rock und Emo. Aber du hast METAL vergessen! Ich denke der eine gemeinsame Punkt bei allen von uns ist die Anbetung zu Megadeth, speziell das "Rust In Peace"-Album. Ich denke wir fühlten uns, als brauchten wir eine Zusammenfassung von verschiedenen Segmenten von Rock. Sowas hört man leider nicht oft in dieser Zeit. Wir schrieben einfach das, was wir fühlten. Wir waren froh, dass wir unsere musikalische Aussage durch die Hörer erhielten. Oder anders ausgedrückt: Wir waren froh, dass Leute aus allen von dir genannten Genres unsere Musik annahmen. Ich denke, ich spreche für alle von uns, wenn ich sage Metal ist das Hauptband, dass uns als Gruppe zusammenhält. Aber es nicht das Einzigste.

partyausfall.de: Es gibt dominierende melodische Gesangsparts auf eurer Platte. Könnt ihr euch mit diesen cleanen Elementen mehr identifizieren? Ihr könntet auch weit aus mehr geschriehene Vocals benutzen, also warum bevorzugt ihr den sauberen Gesang?

Hand to Hand: Wir haben immer Rob's Stimme gemocht, deshalb wollten wir sicher gehen, dass das auch klar wird. Geschriehenes kommt von ganz allein, wenn die Musik härter wird. Das ist es, was für gewöhnlich die ganze Zeit erwartet wird. Erst vor kurzem ist cleaner Gesang wichtiger geworden bei Bands wie uns. Es scheint so, dass der Trend dahin geht, super melodische Gitarrenriffs zu haben und Geschrei drüber zu legen. Das funktioniert sehr gut. Aber seit Brock auch eine großartige Stimme hat, wollten wir zeigen, dass wir 2 Sänger mit guten Stimmen und Ideen haben. Es ist einfacher für den Hörer die Stimme zu beurteilen als ein Instrument, wenn du Melodie mit hineinbringst.

partyausfall.de: Letztes Jahr habt ihr eine EP namens "Fast Foward Your Thoughts" rausgebracht. Ist sie in Deutschland erhältlich und wo liegen die Unterschiede zum kommenden Album? Wo seht ihr den Fortschritt?

Hand to Hand: Wir werden die EP online durch unsere Website und auf Shows verkaufen bis sie ausverkauft ist. Wenn du die EP und die LP vergleichst, wird dir die unterschiedliche Produktion auffallen. Die EP wurde von James Paul Wisner aufgenommen, aber das Budget war klein. Das neue Album hingegen wird sehr viel besser klingen. Das Songwriting und Strukturieren hat sich extrem verbessert seit unserer EP und wir haben auch die Abstimmungen geändert. Wir bemühen uns den Sound dahinzulenken, einen Unterschied zur typischen Hardcore Band zu erreichen. Rob's Gesang hat sich ebenso verändert. Sein Gesang und Geschrei kommt mehr aus der Kehle als früher. Wir haben es auch geschafft Brock's Gesang zu unseren Vorteil zu machen. Das ist das Großartige an dieser Band, jeder Aspekt der Band zeigt große Fortschritte.

partyausfall.de: Wird es bald die Möglichkeit geben euch in Europa zu sehen?

Hand to Hand: Absolut! Wir planen in den nächsten Monaten eine Europa Tour. Bis jetzt ist noch nichts fest, aber die Pläne werden gerade gemacht. Ich denke im Mai / Juni 2005 kann man mit uns rechnen.

partyausfall.de: Anderes Thema: Was denkst du über die aktuelle Hardcore Szene? Es scheint ein gewisser Sell-Out stattzufinden in diesen Tagen? Wie beurteilst du das mit deinen Erfahrungen in den Staaten?

Hand to Hand: Dieses Thema ist bei sehr vielen Bands in den Staaten present. Das größte Problem sind die "Wir hassen es, weil es in ist" - Kids! Leute sind schnell darin Bands anzuschuldigen sie wären "sell-out", nur weil sie etwas bekannter werden und ein paar Platten verkaufen. Du hörst es überall und jederzeit. Leute hören Poison The Well oder Thursday nicht, weil sie bekannt sind. Ich dachte eigentlich immer Musik ist Musik. Diese Bands arbeiten hart um dahin zu gelangen wo sie jetzt sind und sie reißen sich wirklich den Arsch auf. Ich denke das verdient Respekt. Jede Band die buchstäblich alles dafür tut, um auf Tour zu sein, damit die Leute sie sehen können, verdient den größten Respekt. Leute werden sehr link, wenn diese Art der Tourerei sich irgendwann auszahlt. Es sind für gewöhnlich irgendwelche Trendkids die Bands dann sell-out vorwerfen. Ich würde lieber Musik das Reden überlassen, anstelle der Klamotten die die Leute tragen oder die Menge der Platten, die eine Band verkauft.

partyausfall.de: Die letzten Worten gehören euch...

Hand to Hand: Danke für das Interview! Wir möchte die Möglichkeit nutzen und dir für deine Zeit und deinen Lesern da draußen danken. Checkt unsere Website und vergesst nicht am 22. Februar kommt "A Perfect Way To Say" auf Lifeforce Records raus! Haltet Ausschau nach Hand To Hand-Konzerte in Europa diesen Sommer!

 

Bilder/Credits: Band

niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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