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HASTE THE DAY - BURNING BRIDGES

Eintragen am: 15.04.2004

Ihre EP ("That They May Know You") ist für mich persönlich essentiell, bedeutet mir unheimlich viel.
Deshalb war ich natürlich nicht unerheblich gespannt auf ihren ersten Long Player bzw. neues Material. Obwohl sie bei mir eigentlich Narrenfreiheit genießen, weshalb diese Review am Ende wohl nicht ganz objektiv ausfallen wird.

Dieses Album, mit dem zugegeben etwas einfallslosen Titel, hat musikalisch einfach alles! Um nur einige Facetten zu nennen: Härte bis Brutalität in Sachen Drum Action, mitreißende Melodien (und das in jedem Song!), erfreulich zahlreiche mitgehenden Sing-A-Long's & cleane Parts, Chöre ("One Life To Live"), dann aber auch mal hier und da einige Moshparts. Auch an die Luftgitarrenfraktion haben Haste The Day gedacht und so findet man das ein oder andere wirklich beeindruckende Gitarrensoli (z.B. "Song Of Faith") das mit Sicherkeit keine Finger stillen halten wird.

Obwohl man auf keine Neuerfindung des Genre hoffen darf, überzeugt das junge Quintett aus dem mittleren Westen der USA von der ersten Sekunde an und macht klar wo es lang geht!

"Burning Bridges" ist einfach ein verdammt gutes, ideenreiches und (treu dem Motto des herausbringenden Labels) solides Paket von fast allen Stilmitteln die erlaubt sind und darf genau deshalb in keiner Sammlung fehlen. Der 12-Track-Hybrid besticht durch seinen gut arrangierten Mix aus Metal/New School Hard Core/Screamo wobei besonders der, naja ich nenn es mal, "Fauchgesang" vom Shouter Jimmy Ryan, den ich in dieser Form & Perfektion noch nie gehört habe, hervorsticht.

Die beharrliche Abwechslung vom Schreien und sauberen Gesang, fast brutalen Gitarren und Breakdowns & Double Bass findet man bei allen 11 Liedern (das Outro ist ein futuristisch klingendes Instrumentalstück), wird aber nie langweilig.

Anders als bei der 2003er EP (denn dort war jeder Track herausRAGEND) müssen bei den "brennenden Brücken" doch das ein oder andere Highlight extra erwähnt werden: "Concerning The Way It Was", eines der kürzesten Lieder, kommt wie oben beschrieben im typischen Schrei-cleaner Mitsing-Part-Schema daher und wird resümiert mit einen Moshpart der sich gewaschen hat. Den Song "Substance" konnte man bereits auf der mehrfach erwähnten EP finden. Dieser wurde noch einmal für das Full Length Debüt neueingespielt wodurch er ein Paar Sekunde an Länge verloren hat, aber auf keinen Fall an Güte.

Textlich bewegen sich die Jungs aus Indianapolis bei keinen einzelnen Song ultraspektakuler. Themen sind Liebe, das Leben allgemein in leicht poetischer Form.

Fans von Bands wie As I Lay Dying sollten hier unbedingt zugreifen. Der Rest wenigstens mal reinhören, es lohnt sich.

 

Pro
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Kontra
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Wertung: 8 / 10 Punkte
Autor: xHighFidelityxRegistriert: 18.01.2004 - Verfasste Artikel: 6 - Forenposts: 1.071 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: keine Angabe

Spielzeit: 44:01 min

Label: Solid State Records

Band:

Tracklist:

01. Blue 42
02. Closest Thing To Closure
03. American Love
04. Concerning The Way It Was
05. Song Of Faith
06. Ros King
07. One Life To Live
08. The Last Goodbye
09. An Honest Confession
10. Substance
11. Breaking My Own Heart
12. Outro

Discografie: