Review: Name - Internet Killed The Audiostar
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Was beim ersten Hören dieser Scheibe sofort auffällt ist die großartige Produktion: Der Sound insgesamt ist glasklar: Sowohl in den schnellen, als auch in den ruhigen Parts hat man nie das Gefühl, einen Klang-Matsch wahrzunehmen, jedes Instrument hebt sich deutlich voneinander ab. Dieser Sound ist auch bitter nötig, um wenigstens ein bisschen Durchblick zu behalten: Immer wieder wechselt die Band zwischen schnellen, treibenden Passagen und sehr ruhigen, atmosphärischen Parts ab.
Dabei sind die schnellen Passagen die große Stärke von NAME. Hier überzeugt die Band mit tollen, verspielten Riffs, treibenden Beats und wahnsinnigem Gekeife, also großartigem Grindcore. Ich konnte es mir oftmals gar nicht verkneifen, wild herumzuspringen und dabei mit dem Kopf zu schütteln, so dynamisch sind jene Parts. Sehr schade finde ich, dass unter den härteren Stellen kaum bis gar keine Mosh-Parts zu finden sind. Damit hätte man sich durchaus noch einmal mehr Power verschaffen können.
Weniger berauschend sind dagegen die ruhigeren Teile: Hier dominieren unheimlich ruhige Gitarren-Klänge und das Säuseln des Sängers, manchmal ist es sogar nur ein Flüstern. Dabei werden generell eher verzweifelte als wütende Töne angespielt. An sich sind diese Parts ja nicht schlecht, leider wurde es mit ihnen ganz schön übertrieben. Sie sind viel zu lang und nehmen den Songs daher den ganzen Wind aus den Segeln. Während bei Genre-Kollegen wie "The Dillinger Escape Plan" oder "War From A Harlots Mouth" solche Jazz-Elemente genutzt werden, um dem Hörer lediglich eine kurze Verschnauf-Pause zu gönnen und die Spannung zu erhöhen, bremsen sich "NAME" durch dieses Stilmittel jedes mal selbst aus. Fast immer, wenn man so richtig mitgerissen ist, folgen jene unheimlich langen Passagen, was auf Dauer sehr nerv-tötend erscheint.
"Internet Killed The Audiostar" ist dennoch keineswegs ein schlechtes Album, es hat auch durchaus seine Höhepunkte. Dazu gehören zum Beispiel eine großartige elektronische Stelle auf dem letzten Lied, der knackige Song "Bee Bee" und generell das abwechslungsreiche Schlagzeug-Spiel. Diese Höhepunkte sind auf der beachtlichen Album-Länge von 77 Minuten jedoch zu rar gesät, um den zähen Gesamteindruck noch zu kitten.
Wer sich einen Überblick über dieses Album verschaffen will, sollte sich einfach mal den Opener "Killer Whales, Man" in gesamter Länge anhören, er spiegelt die Scheibe gut wieder: Es fängt sehr stark an, verliert sich dann aber schnell in zu langen ruhigen Teilen und kommt nur schwer wieder in Fahrt. Weiterhin ist das Lied wie so viele auf dem Album zu lang (neun Minuten); hier wäre ein strafferer Aufbau deutlich mehr gewesen. Fans von The Dillinger Escape Plan oder Converge sollten dennoch einen Blick auf diese Platte riskieren, auch wenn sie nicht an die Energie der Genre-Kollegen heranreichen kann.
Autor: torsam

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(Melde Dich an um eine Wertung abzugeben.)01. Killer Whales, Man
02. My Sweetheart, The Whore
03. The Spark Of Divinity
04. Empathic Commu...
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Spielzeit: 77:40 min
Review online seit: 04.03.2010
Bandname: Name
Albumtitel: Internet Killed The Audiostar
Label: Lifeforce Records
Labelwebsite: www.lifeforcerecords.com
Bandwebsite: www.myspace.com
2010 - Internet Killed The Audiostar
2006 - Memoirs From My Sweetheart, The Whore (ep)
2003 - Portrait (ep)
2001 - Tyrant (demo)




