Filmberichte

BEAT STREET

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Tanzfilm | Land: USA | Jahr: 1984 | Spielzeit: 105 min | FSK: 12 Jahre

Die Southern Bronx der 70er Jahre: Breakdancer, Rapper, Deejays und Graffiti-Künstler prägen das Bild eines von Bandenkriegen und Gewalt zerstörten Bezirkes. Sie bilden die Avantgarde einer neuen Tanz-, Musik- und Kunstkultur. Beat Street handelt von ihren Hoffnungen, der Trostlosigkeit und letztendlichen Triumphen. Schlüsselfiguren sind Kenny, ein Deejay und sein jüngerer Bruder Lee, seines Zeichens Breakdancer. Während Kenny und Lee ihre Künste perfektionieren, versucht Chollie, ein chronischer Draufgänger, dieses Talent so profitabel wie möglich zu vermarkten. Ebenso begabt wie aufsässig ist der rebellische Ramon, ein stolzer Graffiti-Künstler, verliebt in seine Kunst und in ständigem Konflikt mit Vaterschaft und Existenz. Im Roxy, einer von New Yorks bekanntesten Discotheken, trifft Kenny auf Tracy, eine Komponistin und Choreographin des New York Colleges. Obwohl Kenny und Tracy aus zwei völlig unterschiedlichen Welten stammen, entsteht eine enge Beziehung...

 

Im letzten Jahr hab ich erstmals von diesem Film gehört und nachdem ich die DVD immer wieder im Laden hab stehen sehen, musste ich nun dochmal zuschlagen. Als Fan der End70er und 80er Jahre ist BEAT STREET zumindest von der Zeit und der Geschichte voll nach meinem Geschmack.

Und so startet der Streifen schon im coolsten 80er Flair und auch die ersten deftigen Breakdance Einlagen lassen nicht lang auf sich warten. Trotz der vielen Arm- und Beinverschachtelungen gibt es noch eine Geschichte zu erzählen. Nämlich die der Kids Kenny, Lee und Ramon. Letzterer ist der Graffiti-Kunst verfallen und lässt so gut wie überall seine Farben sprechen. Die Brüder Kenny und Lee nehmen den restlichen Teil der Haupthandlung ein. Kenny will DJ werden, und Lee träumt von einer Breakdance Karriere. Im Grunde alles Träumereien in der Bronx der endenden 70er Jahre. Statt Sommer und Sonne gibt es hier nur Kälte, Dreck und eine gewisse Trostlosigkeit. Doch die Kids machen das beste draus und feiern so gut wie jeden Abend.

BEAT STREET fesselt vorallem am Anfang, die Breakdance Darbietungen sind super und beweisen weshalb sie eine neue Welle an HipHop und Breakdance in den 80er Jahren ausgelöst haben. Die Klamotten sind schrill und die Kids gut drauf. Rivalitäten werden hier sogar noch ausgetanzt, haha... sehr witzig.

Allerdings hätte ich mir mehr von der Geschichte selbst gewünscht. Mehr vom Leben der Kids. Ich mein logisch dominieren in einem Tanzfilm die Tanzeinlagen, aber ab der Hälfte fingen sie mich ehrlich gesagt an etwas zu nerven. Das liegt vorallem an der Länge der Szenen, die oftmals mehrere Minuten einnehmen. Und so finde ich das das eigentliche Leben, die eigentlichen Probleme etwas zu kurz kommen. Naja BEAT STREET sollte ja eh kein Sozialdrama werden. Im Film selbst haben übrigens viele der damaligen Größen der Hip-Hop-Szene Gastauftritte, wie Grandmaster Melle Mel and The Furious Five, Afrika Bambaataa and the Soul Sonic Force and Shango, Tina B., Brenda Starr und The Treacherous Three.

Für Freunde der alten Tage eigentlich Pflicht, auch so können sich heutige HipHop-Poser mal richtige "Moves" abgucken - oder sich zumindest etwas über 90 Minuten unterhalten lassen.

 

Pro
  • tolle Breakdance Einlagen
  • 70er/80er Jahre Charme
  • statt Prügeleien werden Streitigkeiten ausgetanzt :)
Kontra
  • mir persönlich zu lange Tanzsequenzen
  • geht zu wenig auf das Leben der Kids ein
Wertung: 7 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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