Filmberichte

BLACK SWAN

Eintragen am: 15.02.2011 | Genre: Drama | Land: USA | Jahr: 2010 | Spielzeit: 103 min | FSK: 16 Jahre

Ballerina Nina hofft auf die große Hauptrolle in der Neuaufführung von "Schwanensee". Sie ist bereit alles dafür zu tun und trainiert, getrieben von ihrer unbarmherzigen Mutter, für dieses Ziel. Doch das neue Ensemblemitglied Lily, dass mit ihrer dunklen Aura das genaue Gegenteil von Nina zu sein scheint, droht ihr den Rang abzulaufen. Mysteriöse Kratzspuren an ihrem Rücken und der immer weite steigende Druck drohen Nina in den Wahnsinn zu treiben.

 

Ich kann mir nicht helfen, aber immer wenn ich Natalie Portman sehe, denke ich... mein Gott wie dürr kann sie eigentlich noch werden? In BLACK SWAN verkörpert sie die leidenschaftliche Ballerina Nina, die bei ihren Tanzeinlagen sämtliche Rippen zum Besten gibt. Ok, das eher mal so als Randbemerkung.

Die Idee einen Mix aus Psychotriller und Drama um den Erfolgsdrang einer Balletttänzerin zu verfilmen, fand ich garnicht mal so uninteressant, wobei ich dem Thema Ballett eigentlich nichts abgewinnen kann. Und so zog sich der Film für mich extrem in die Länge, da die Charakterentwicklung sehr schleppend erzählt wurde. Dreh- und Angelpunkt ist Nina. Eine engagierte und von ihrer Mutter - die ebenfalls mal im Ballett war - getriebene Mitzwanzigerin, deren großes Ziel es ist, bei der neuen Aufführung von Schwanensee den weißen und den schwarzen Schwan zu verkörpern. Also die Hauptrolle. Dazu trainiert sich täglich sehr hart und versucht sich beim Ensemble Leiter Thomas (Vincent Cassel) ins rechte Licht zu stellen. Dies gelingt ihr auch, wobei eine neue Tänzerin Lily (Mila Kunis) das Parkett betritt und ihr ordentlich Konkurrenz macht. Ohne groß zu spoilern, bekommt Nina natürlich die Hauptrolle und wird von ihrem Lehrer Thomas immer wieder dazu gedrängt, ihre verspannte Art abzulegen, um der Rolle des weißen Schwans die gewisse Note an Erotik zu verpassen. Zeitgleich wird Nina immer paranoider und fügt sich unbewusst Wunden zu. Etwas übertrieben wird dann darauf eingegangen, wie Nina ihre eigene Sexualität entdeckt. Naja. Wie der Film endet, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Zu weiten Teilen fand ich BLACK SWAN gähnend langweilig. Die wenigen Schocker Momente sind zwar gut, aber von einem Psychotriller erwarte ich mehr. Die Leistung von Natalie Portman kann man durchaus loben, wenn sie denn wirklich alles selbst getanzt hat, Oscarreif war es für mich trotzdem nicht. Des Weiteren nervt mich seit jeher, dass man Vincent Cassel mit französischen Akzent synchronisieren muss, das macht man bei Jean Reno schließlich auch nicht. Einzig wahrt man sich damit das Klischee eines homosexuellen französischen Tanzlehrers. BLACK SWAN bleibt so ein solider Film, den ich aber kein zweites Mal gesehen haben muss.

 

Pro
  • hin und wieder Schocker-Momente
  • Tanzleistung von Natalie Portman
Kontra
  • einige Längen in der Erzählweise
  • langatmige Charakterentwicklung
Wertung: 6 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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