Filmberichte

DAS BOURNE ULTIMATUM

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Action | Land: USA | Jahr: 2007 | Spielzeit: 110 min | FSK: 12 Jahre

In der oftmals atemberaubenden letzten Folge der Bourne-Trilogie erfährt der Titelheld mit Gedächtnisverlust einiges über seine Vergangenheit, wobei er endlich Antworten auf seine Fragen findet in Bezug auf seine wahre Identität, und wie es dazu kam, dass er zu einer scheinbar unaufhaltsamen Killermaschine wurde. Matt Damon spielt erneut seine extrem physische Rolle als Jason Bourne, den ausgebufften Agenten, der seinen eigenen Krieg gegen die CIA führt. Die Agency machte ihn zu dem, was er ist und ließ auch seine Freundin in Die Bourne Verschwörung, dem zweiten Teil der Serie, umbringen. Bourne ist nun auf Vergeltung aus, und daher sucht er nach dem abtrünnigen CIA-Chef für Europa und Nordafrika, wobei er sich zeitweise mit einer geheimnisvollen Frau aus seiner Vergangenheit (Julia Stiles) verbündet und ständig - ständig - auf der Flucht ist vor Auftragskillern, Geheimagenten und der Polizei.

 

Jason Bourne ist zurück! Nachdem Teil 1 und 2 bei ihren Kinodebüt eher an mir vorbegegangen sind, musste ich den dritten Ausflug des Agenten, der immernoch auf der Suche nach seiner Vergangenheit ist, dann auch auf großer Bühne sehen. Wenn man die ersten beiden Teile nicht gesehen hat, kommt man leider schwer in Gang, zu schnell wird man mit Ereignissen konfrontiert und auch so lässt einem DAS BOURNE ULTIMATUM keine Ruhe. Zwar werden hier und da in Rückblicken ein paar Sachen erklärt, aber so richtig Sinn ergibt das erst, wenn man die Teile auch gesehen hat.

Am besten fand ich die ausgeklügelten Sequenzen, in denen Bourne trotz erwarteter Unterlegenheit, seine Gegner an die Wand spielt. Mit eine der besten Szenen ist somit das Versteckspiel gleich zu Beginn im Londoner Hauptbahnhof. Der Film kommt kaum zur Ruhe und wenn dann doch einmal, wirkt es leider ein bisschen aufgesetzt. Aber das ist ok. Auch das wie in den anderen Teilen geografische Hürden innerhalb von Sekunden genommen werden, stört mich nicht. Dann ist eben Bourne jetzt mal in Spanien und dann in der nächsten Sequenz auf einmal in England. Der Story macht das keinen Abbruch und ich find es sogar spannender, als wenn man alle Einzelaktionen der Hauptdarsteller mitverfolgen muss.

Die spektakulärste Szene ist mit Sicherheit die Verfolgung in Madrid. Es sorgt schon für leicht epileptische Anfälle, wenn Bourne durch die engen Strassen- und Hausgassen flüchtet, immer dabei der Kameramann. Fensterprünge, Verfolgungsjagden, Crash's und Kämpfe, sind alle erstklassig inszeniert und auf hohem Tempo dargestellt. Ich fands einfach super und was die Action betrifft ist Teil 3 definitiv der Beste.

Einziger Kritikpunkt meinerseits war die etwas zu dick aufgetragene Überwachungstechnik. Gut möglich das die Geheimdienste über tolles Equipment verfügen, wenn ich aber überlege was ich manchmal mit meinem PC - der nun auch kein Standard mehr ist - für Probleme habe beim Arbeiten, dann muss ich immer wieder schmunzeln, was dort Agenten OHNE Maus alles auf ihrer Tastatur anstellen können. Und vorallem in welcher Zeit. Aber ok, das ist vielleicht gewollt ein Tick übertrieben.

Fazit: Toller Film und (vorerst?) grandioser Abschluss der Reihe. Teil 1 und 2 sollte man aber definitiv vorher gesehen haben!

 

Pro
  • rasante Kamerafahrten
  • tolle Inszenierung
  • bester Film der Triologie
Kontra
  • Teil 1 und 2 sollte man vorher gesehen haben
  • hektische Bildwechsel mit leichtem Epi-Anfall Faktor
  • Überwachungstechnik Deluxe
Wertung: 9 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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