Filmberichte

DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILLSTAND

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Science Fiction | Land: USA, Kanada | Jahr: 2008 | Spielzeit: 103 min | FSK: 12 Jahre

Die Ankunft des Außerirdischen Klaatu samt dessen Roboter Gort auf der Erde versetzt deren Bewohner in Angst und Schrecken. Dabei verfolgt Klaatu, ganz alienuntypisch, mitnichten blutrünstige Ziele: er will die Menschen davor warnen, weiterhin so unmenschlich miteinander umzugehen und die Natur nicht zu achten. Ansonsten drohe ihnen nämlich tatsächlich Ärger aus dem All. Kleines Problem: keiner will auf Klaatu hören. In der Mikrobiologin Helen Benson findet er aber doch zumindest eine Verbündete.

 

Es war wohl mal wieder Zeit für ein Remake, und so wurde der 1951er Klassiker "Der Tag, An Dem Die Erde Stillstand" mit frischen Computertricks versehen und ins Jahr 2008 gebeamt. Das traurige daran ist nur, dass wir scheinbar nichtmal vom Originalfilm etwas gelernt haben, so dass wohl auch die visuell aufgemotzte Message des Klassikers nach der Filmvorführung vergessen sein wird.

Zugegeben ist die Story etwas abgedreht, vorallem das intelligentes Leben auf die Erde kommt um deren Ende zu verkünden, und nicht um "uns" vielleicht zu helfen. Die Erscheinung im menschlichen Körper und ein paar Fremdsprachen fließend zu sprechen, gabs wohl mit dem "Update 2.0". Naja wie dem auch sei, fand ich es mal gut das zur Erforschung der mysteriösen Fremden nicht wieder nur von den Amerikanern vorgenommen wurde, sondern auch andere Nationalitäten anfangs mitwirkten.

Die erste halbe Stunde geht dabei flüssig von der Hand und bleibt spannend, einzig Will Smith's Sprössling Jaden fing mich an bei Zeiten zu nerven. Irgendwie war mir nämlich schon vorher klar, wie der Junge agieren würde und vorallem was seine Aktionen auslösen. Typisches 0815-Gedöhns, was man unzählig oft bereits erlebt hat. Ab einem gewissen Moment gehts dann auf einmal zu schnell zur Sache, alles ist scheinbar mit Worten lösbar und stümperhafte Tests in geheimen Labors sind erneut Auslöser der Apokalypse.

"Der Tag, An Dem Die Erde Stillstand" ist kein schlechter Film, da ich das Original aber nicht kenne, vermute ich mal, dass es zumindest ein schlechtes Remake ist. Denn das was hier abgeliefert wurde, ist ohne die tollen Computertricks ebenfalls das Niveau der 50er Jahre. Die Dialoge sind oftmals wortkarg oder inhaltslos und wieder einmal kann nur ein Mann/eine Frau die Welt retten.

Keanu Reeves liefert genau den Mist ab, den man nach MATRIX (Teil 1) von ihm gewohnt ist. Lauwarmes Entertainment und im Grunde in jeder Szene austauschbar. Fazit: Filme der Marke Endzeit gibt es zu hauf und besser.

 

Pro
  • eine gute Message, aber die hatte schon das Original von 1951
  • gute Computereffekte
Kontra
  • nerviges Kind (Jaden Smith)
  • typisches agieren der Menschen
  • lahme Erzählweise
  • inhaltlose Dialoge bis auf wenige Ausnahmen
Wertung: 5 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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