Filmberichte

INDIANA JONES UND DAS KöNIGREICH DES KRISTALLSCHäDELS

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Abenteuer | Land: USA | Jahr: 2008 | Spielzeit: 123 min | FSK: 12 Jahre

1957 in der Wüste Nevadas, der Kalte Krieg ist in vollem Gange und Indiana Jones den Russen in die Hände gefallen. Indy gelingt die Flucht, doch die Russen - unter der Führung von Irina Spalko, Stalins Lieblingsagentin und ihres Zeichens Parapsychologin, - entwenden ein mysteriöses Skelett, das offenbar in Verbindung mit dem Verschwinden von Indys altem Freund und Kollegen Harold Oxleys steht, der in Peru verschollen ist. Gemeinsam mit Oxleys Ziehsohn Mutt macht sich Indy im Dschungel des Amazonas auf die Suche nach dem legendären Kristallschädel, dem magische Kräfte nachgesagt werden und der Oxley offenbar in den Wahnsinn getrieben hat. Doch die beiden sind nicht die einzigen, die auf der Suche nach dem Schädel sind: Auch Spalko will sich der Suggestivkräfte des Schädels, der in einer versunkenen Stadt aus Gold verborgen sein soll, bedienen.

 

Das ich INDIANA JONES nochmal auf riesiger Leinwand sehen würde hatte ich zwar gehofft, aber nicht wirklich daran geglaubt. Als die ersten Teile ins Kino kamen, war ich noch zu Jung und im damals sozialistischen Osten gabs Indy's Abenteuer sowieso nicht zu sehen.

Jedenfalls war es mutig und auch längst überfällig von Steven Spielberg die Abenteuer von Henry Ford Junior weiterzuführen. Dummerweise hatte die heutige Promotion-Industrie mal wieder viel zu dick aufgetragen, so dass Mancher enttäuscht sein könnte. Dazu kann ich aber nur sagen, einfach mal die Erwartungen einen Gang runter schalten und schon kann nichts mehr schief gehen.

Die erste Stunde haben Spielberg und Co. das alte Indy-Flair perfekt eingefangen, die Ereignisse passen in die Zeit in der es spielt. Schon allein die Anfangssequenz könnte bei vielen Filmen das furiose Ende darstellen und die Szenen an der Uni, wie auch die mit Shia Labeouf erinnern an die guten alten Tage. Herrlich. Die Geschichte um den Kristalschädel ist ok, sicherlich hätte man da auch was anderes nehmen können, aber ich glaub bei den Maya's war Indy sowieso noch nie.

Die Actionszenen sind im Stil von 2008 absolut brillant, tempo- und actionreich umgesetzt worden, und immer dabei: Indy's subtiler Humor. Ich kann mir echt keinen anderen Schauspieler als Harrison Ford in dieser Rolle vorstellen! Jedenfalls gehts wieder gut über den Erdball, die typische Reisekarte mit der roten Fluglinie durfte erneut nicht fehlen und auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten ist integriert worden.

Aber Indy Jones anno 2008 hat leider auch einen Haken, scheinbar wollte Spielberg am Ende zuviel und hat es etwas übertrieben. Das Finale hätte man sicher auch anders umsetzen können. Nichts gegen ein Tick Mystik und so, gab es ja in Teil 1 und 2 auch, nur war das hier überzogen. Und so bleibt DER LETZTE KREUZUG auch weiterhin mein Lieblingsteil der Abenteuer.

Offen bleibt die Frage was denn nun besser gewesen wäre?! Eine neue Story zu verfilmen oder vielleicht die Spielvorlage vom direkten 4. Teil "Fate of Atlantis" zu nutzen. Obwohl ich als Spieler nun schon den Inhalt und das Ende um die Atlantissuche kenne, wäre es trotzdem sehr reizvoll gewesen.

Für INDIANA JONES Fan's dennoch Pflicht.

 

Pro
  • Harrison Ford nochmal als Indy
  • tolle Nebendarsteller
  • Indy-Flair wurde nochmal eingefangen
Kontra
  • abstraktes Ende
Wertung: 9 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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