Filmberichte

KINDSKöPFE

Eintragen am: 23.01.2011 | Genre: Komödie | Land: USA | Jahr: 2010 | Spielzeit: 102 min | FSK: keine Altersbegrenzung

An der Highschool waren Lenny, Eric, Kurt, Marcus und Rob unzertrennlich, beste Freunde, vereint durch ihre Begeisterung für Basketball. Jahre später treffen sie einander wieder, um Abschied von ihrem einstigen Trainer zu nehmen und ihm die letzte Ehre zu erweisen. Anschließend verbringen sie das Feiertagswochenende um den 4. Juli in einem traumhaften Haus am See. Frauen und Kinder sind mit dabei. Und die Erkenntnis, dass nicht jeder aus dem Leben gemacht hat, was er hätte machen können.

 

Viel erwartet hatte ich von der Komödie mit Adam Sandler und Kevin James eigentlich nicht, und zumindest in dieser Hinsicht bin ich auch nicht enttäuscht worden. Konnte mich Kevin James ausserhalb seiner King Of Queens Aktivitäten gar nicht mehr überzeugen, so erhoffte ich mir wenigstens durch die Kombination mit Adam Sandler, David Spade, Chris Rock und Rob Schneider etwas mehr. Aber im Nachgang kann ich auch wieder nur feststellen, dass dem nicht so ist und das viele für sich allein stehende Komiker(-Stars) kein Garant für einen guten Film sein müssen. Schon garnicht, wenn die Story dahinter so dünn ist wie hier.

Das Problem an "Kindsköpfe" besteht einerseits aus überwiegend flachen Gags, die oftmals wieder nur auf gewisse Attribute der Darsteller abgestimmt sind, und einer trägen Erzählung und dem vorhersehbaren Storyverlauf. Dazu gesellen sich 2-3 Sequenzen fernab von Geschmack, die man getrost hätte streichen sollen. Aber nochmal kurz einen Blick auf die Handlung. Es geht um die Geschichte von fünf Schulfreunden, die zusammen Basketball gespielt haben und sich nach der Schulzeit aus den Augen verloren haben. Als sie die Nachricht vom Tod ihres ehemaligen Trainers bekommen, treffen sich alle samt Kind und Kegel auf der Beerdigung wieder und nutzen diese gleichermaßen indirekt dafür, sich vor den anderen zu profilieren und auf ihre beruflichen bzw. privaten Erfolge aufmerksam zu machen. Das hierbei mehr Schein als Sein im Spiel ist, merkt man dummerweise schon zu Beginn an. Auf dem anschließenden gemeinsamen Wochenende kristallisieren sich dann bei oftmals infantilen Scherzen und Aktionen die eigentlichen Lebenswege der Schulfreunde heraus, was mit jeder Menge Melancholie und Selbstmittleid untermauert wird. Dazu gibts dann noch gewisse Quotengags und ein typisches US-Familienfilm Happy End. Gähn.

Bei dem Cast hab ich eigentlich mehr erwartet, als ein lauwarmes Süppchen bestehend aus vorhersehbarer "Situationskomik". Zwar gibt es vereinzelt ein paar Lacher, die wirken aber nur wenn man den Humor des jeweiligen Darstellers ohnehin schon vorher mochte. Auch werden mir mal wieder zu viele Klischees bedient. So kann man sich "Kindsköpfe" als Unterhaltung für nebenbei anschauen, wirklich aufpassen muss man hierbei aber nicht und verpasst hat man im Grunde auch nichts. Schade, dass die Aussage des Films untergeht. Nämlich das man mit persönlichen Enttäuschungen im Älterwerden umgehen muss und man sich auch mal wieder an die schönen Dinge aus seiner Kindheit und Jugend erinnern sollte.

 

Pro
  • vereinzelt gute Lacher
Kontra
  • überwiegend flache Gags
  • vorhersehbarerer Storyverlauf
  • lahme und schwerfällige Erzählweise
Wertung: 4 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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