Filmberichte

LAST MAN STANDING

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Action | Land: USA | Jahr: 1996 | Spielzeit: 101 min | FSK: 16 Jahre

1931, an der Grenze zwischen Texas und Mexiko. Jericho ist der Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen zwei skrupellosen Alkoholschmugglerbanden. Von dem korrupten Sheriff Ed Galt droht ihnen keinerlei Gefahr. Doch dann heuert der mysteriöse Neuankömmling John Smith bei beiden Gangs als Söldner an und beginnt, die Outlaws gegeneinander auszuspielen. Eine lange Serie von Gefechten lichtet die Reihen der Banditen. Schließlich kommt es zum Showdown zwischen Smith und dem eiskalten Killer Hickey.

 

Mafia-Filme der 30er Jahre sind für mich ein absolutes Muss! Und so hab ich LAST MAN STANDING vor Jahren schon mal gesehen, doch kürzlich viel er mir mal wieder in die Hände und ich muss sagen, er ist ein richtig schicker Gangsterfilm mit ordentlich Tommy-Gun Einsatz und Shout-Out's.

Im passenden Sepia-Stil gehalten, kommt das Flair dieser Zeit sehr gut zur Geltung, die alte fast komplett verlassene Stadt unterstreicht das perfekt.

Der Film ansich ist storymäßig eher mau, liegt daran das man teilweise nichtmal mehr weiß um was es überhaupt geht, da sich aus einer absoluten Nichtigkeit heraus hier alle Parteien aufspielen - ich glaube Willis in seiner Rolle wollte einfach nur beide Banden abzocken, bevor er nach Mexiko abhauen wollte - kann aber auch sein das er klare Fronten schaffen oder einfach nur ein bisschen Vergeltung wollte. Also das bleibt dann jedem selbst überlassen.

Was mir nicht so gut gefallen hatte waren die eher harmlos agierenden Gangsterbanden, denn von skrupellos und unerbittlich war da nicht ganz so viel zu merken. Bis auch eine Sequenz kriegt man deren Treiben auch garnicht mit, sondern es dreht sich alles nur um die Situation in der Stadt und zwischen Willis und den Banden, so dass man sich ab und an auch mal fragt, worum geht es eigentlich noch?! Auch "Mega-Schurke" Hickey war für mich eher zu harmlos dargstellt, aber vielleicht war bei einer FSK16 nicht mehr drin - die Sache über Taten anderer Gangster zu reden und wie fies und erbarmungslos die manche Sachen getan haben, ist halt nicht immer so reizvoll, wenn der eigentliche Protagonist so nie in Erscheinung tritt.

Trotzdem bleibt LAST MAN STANDING für alle 30er Jahre Action Fans ein empfehlenswerter Film, es gibt ordentlich Geballer, einen sehr coolen Bruce Willis und vorallem das richtige Feeling dieser Zeit.

 

Pro
  • geiles 30er Jahre Flair
  • schicke Erzählung aus dem OFF
  • passende Shoot-Outs
Kontra
  • Gangsterbanden relativ harmlos
Wertung: 8 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
533x gelesen