Filmberichte

SWEENEY TODD - DER TEUFLISCHE BARBIER AUS DER FLEET STREET

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Fantasy | Land: USA | Jahr: 2007 | Spielzeit: 116 min | FSK: 16 Jahre

Als gebrochener Mann kehrt Benjamin Barker, der von dem lüsternen Richter Turpin unschuldig zu 15-jähriger Haft verdonnert wurde, unter dem Namen Sweeney Todd nach London zurück. Er erfährt, dass seine Frau sich nach ihrer Vergewaltigung durch Turpin vergiftet hat, und seine Tochter Johanna von ihm unter Verschluss gehalten wird. Todd will Rache und übt seine Messerkünste als Herrenfriseur erst einmal an Unbeteiligten, die von der umtriebigen Bäckerin Mrs. Lovett zu köstlichem Fleischauflauf verwurstet werden.

 

Sweeney Todd ist ein Musical in Filmform, das schonmal als wichtigste Info vorweg. Wer damit ein Problem hat, sollte die Finger von diesem Tim Burton Streich lassen, schon nach der ersten halben Stunde nerven die ewig langen gesungenen Passagen. Aber wenigstens wurde der Gesang nicht ins deutsche übersetzt, dafür reichen die Untertitel völlig aus.

Tim Burton ist ja bekannt für seine recht unkonventionellen Filme und auch hier zeigt er mal wieder, was man alles so auf Leinwand zaubern kann. Dabei gibt es vorallem das alte London in einem tollen Look und auch die Kamerafahrten sind gewohnt toll. Die Geschichte um den rächenden Barbier ist ziemlich cool und hätte genug Potential für einen gelungenen Horrorfilm. Würde man auf den Gesang verzichten, gäb es mit Sweeney Todd einen Film der Marke FROM HELL oder SLEEPY HOLLOW. Aber das wäre ja dann wohl nicht der Sinn dieses Musicals.

Der Soundtrack ist durchweg gut und baut an den entsprechenden Stellen die richtige Spannung auf und der teuflische Barbier kommt noch richtig zum Zug - der besagte Fleischauflauf von Mrs. Lovett ist also nicht zu empfehlen ;-)

Was bleibt zu sagen? Nun Johnny Depp in gewohnt guter Rolle, auch die anderen Charaktere wissen auf ihre Art zu überzeugen. Allerdings werd ich diesen Film nicht noch einmal Mal sehen, da ich bereits jetzt schon zwei Anläufe benötigt habe. Mir ging der Gesang sehr schnell auf den Geist und er verharmloste das Geschehen anfangs unnötig. Wer aber mal eine andere Art Film sehen möchte und gegen ein paar dezente Schnitt-Szenen nichts einzuwenden hat, sollte mal reinschauen!

Eine direkte Wertung kann ich schlecht vergeben, für das Setting, die Geschichte, die Darsteller und das Design gibts auf jedenfall 10 Punkte, aber der dominante Gesang zieht vom Filmerlebnis bei mir 3 Punkte ab.

 

Pro
  • Johnny Depp
  • toller London-Look
  • keine Übersetzung des Gesangs
Kontra
  • nerviger Gesang
Wertung: 7 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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