Filmberichte

THERE WILL BE BLOOD

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Drama | Land: USA | Jahr: 2007 | Spielzeit: 158 min | FSK: 12 Jahre

Anfang des 20. Jahrhunderts stößt Daniel Plainview eher zufällig auf Öl. Fortan vom Fieber nach dem schwarzen Gold gepackt, kauft er nach einem Tipp eines Bauernjungen mehr und mehr Land auf und wird schließlich fündig. Er wird zum wohlhabenden Ölmagnaten, zahlt aber einen hohen Preis: Sein Stiefsohn verliert bei einer Explosion sein Gehör und wird alsbald von Plainview abgeschoben. Seine Gier führt außerdem nicht nur zu Auseinandersetzungen mit der Konkurrenz, sondern auch mit einer kleinen ansässigen Gemeinde fundamentaler Christen.

 

Tja was soll ich sagen, ich mag ja Biografie- und Buchverfilmungen und gerade Geschichten die sich um die komplette Entwicklung eines Charakters drehen, doch There Will Be Blood nimmt sich dafür leider zu viel Zeit. Schon allein das die ersten 15 Minuten kein Wort gesprochen wird, macht es schwer sich mit dem Film anzufreunden.

Wieso dieser Film 8 Oscars bekommen hat ist mir leider unbegreiflich. Es fehlt an Dynamik, an Tempo und zu guter letzt auch an der richtigen Erzählweise. Würde Daniel Daylewis nicht so überzeugend spielen, hätte ich den Film glaub schon nach den ersten 30 Minuten beendet. Und so hält gerade mal die Frage "Wie mag das wohl enden" einen bei der Geschichte. Wie oft sind schon Erfinder oder Unternehmer am Ende ihres Schaffens vor die Hunde gegangen. Würde es Daniel Plainview genauso gehen, oder nicht? Diese Frage über etwa 160 Minuten ist dann doch zu wenig. Im Grunde hätte man mindestens 30 Minuten streichen können, die weder die Geschichte vorran treiben, noch irgendwelche unterhaltsamen Inhalte zeigen.

There Will Be Blood zeigt deutlich wie sich aus anfänglicher Euphorie nach und nach grenzenloser Fanatismuss wird, ohne Rücksicht auf Verluste (auch in der eigenen Familie). Es geht es hier nur um das eigene Wohl - den eigenen Erfolg. Und auch wenn das sehr gut dargestellt wird, hätte man es nicht so elend heraus zögern müssen.

Fazit: Anstrengender Film mit vielen Längen, der eine interessante Grundgeschichte liefert, der es dann aber einfach an Dynamik und Tempo fehlt. Nochmal werd ich ihn mir wohl nicht antun.

 

Pro
  • überzeugender Daniel Daylewis
Kontra
  • es fehlt an Dynamik
  • sehr viele Längen
Wertung: 5 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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