Filmberichte

TUCKER & DALE VS. EVIL

Eintragen am: 22.11.2011 | Genre: Komödie | Land: Kanada | Jahr: 2010 | Spielzeit: 89 min | FSK: 16 Jahre

Die Landeier Tucker und Dale wollen eigentlich nur ein gemütliches Wochenende in einer Holzhütte im Wald verbringen. Doch am See nebenan macht eine Horde College-Kids wilde Party. Als Tucker und Dale das Mädel Allie vor dem Ertrinken retten, interpretieren die anderen Studenten dies als Entführung durch zwei Psychokiller und blasen zum Angriff. Der führt zu einigen todbringenden Unfällen, die die Schülerschaft dezimiert. Trotz Überlebenskampf bleibt Zeit zum Spinnen romantischer Bande zwischen Allie und Dale.

 

Haha... was für ein Film, grandios! Ein Splatter-Spass der sich selbst nicht ernst nimmt, mit zwei ursympathischen Landeiern und ein paar ausgeflippten College Kids. Schon allein beim lesen des Plots gefiel mir die Idee, einfach mal den Spieß umzudrehen und die beiden nach Psycho's aussehenden Landeier zu den gejagten zu machen, als immer nur infantile College Kids. Dabei ist die Grundgeschichte wie aus den typischen Teenie-Slashern. Junge Kids wollen in den Bergen ein Wochenende lang Spass haben und finden nach und nach den Tod, nur diesmal selbstverschuldet.

Es beginnt schon mit der ersten Begegnung zwischen Tucker, Dale und den Kids an einer Tankstelle. Bereits dort lassen sie im Grunde keinen Fettnapf aus, um nicht als abgedrehte Hinterwälder angesehen zu werden. Dabei versucht doch Dale einfach nur seine Scheu vor Fremden abzulegen. Als die beiden dann beim nächtlichen Angeln auch noch eines der fast ertrinkenden Mädchen retten, geht der Rest der Bande von einer Entführung aus und zieht fortan in den Krieg. Angeführt vom rebellischen Chad, der unbedingt mit der Axt im Anschlag seine Möchtegern-Freundin Allie "aus den Händen der Kidnapper" befreien will, töten sich die verbleibenden Kids nach und nach durch ziemlich kuriose Unfälle selbst. Als Tucker und Dale endlich merken was los ist, versuchen sie nur noch ihre eigene Haut zu retten und lassen auch dabei kein noch so kleines Fettnäpfchen aus. Da stört es auch nicht, dass viele der Unfälle vorhersehbar sind. Wer diese Art des schwarzen Humors mag, kann darüber hinweg sehen und wird sich einfach nur amüsieren. Zumal Tucker und Dale eben so sympatisch sind.

Schade fand ich nur, dass am Ende mal wieder die Ideen ausgegangen sind und der Kreis etwas komisch geschlossen wird. Allerdings hätte ich mit diesem Ende so auch wieder nicht gerechnet. Was bleibt ist eine witzige Splatter-Komödie, die man glaube ich immer wieder mal sehen kann!

 

Pro
  • sympathische Landeier
  • einfach abgedrehte Situationen
  • durchweg witzig
Kontra
  • manche Szenen zu vorhersehbar
Wertung: 8 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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