Filmberichte

VIER BRüDER

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Thriller | Land: USA | Jahr: 2005 | Spielzeit: 105 min | FSK: 16 Jahre

Nach dem Mord an der 62-jährigen Evelyn Mercer treffen sich ihre vier Adoptivsöhne, die sich inzwischen aus den Augen verloren haben, bei deren Beerdigung wieder. Wie in ihrer turbulenten Jugend haben alle außer Familienvater Jeremiah noch immer ihre Probleme mit dem Gesetz. Deshalb gibt es auch kein langes Zögern, als sie erfahren, dass der Tod der Mutter alles andere als ein unglücklicher Zufall gewesen sei. Mit gezogenen Waffen und der nötigen Härte machen sich die vier auf die Suche nach den Mördern von Mom.

 

Wie das Filmcover bereits vermuten lässt, geht es in VIER BRÜDER etwas härter zur Sache. Selbstjustiz ist angesagt. Nachdem ihre Adoptivmutter Evelyn bei einem Raubüberfall erschossen wurde, treffen sich die vier ungleichen "Brüder" bei der Beerdigung wieder und werden auch gleich von der Polizei vernommen. Die Mercer "Brüder" sind in dem Teil von Detroit nämlich keine Unbekannten, schließlich handelt es sich um einst schwer erziehbare Kids, allesamt als Waisen unter der Aufsicht Evelyn Mercer's groß gezogen. Schon bald wird den Vier klar, dass es sich nicht um Zufall handelt, sondern um einen geplanten Mord. Und so geht es ohne großartig an Konsequenzen zu denken auf eigene Ermittlungstour.

Das kalte und verschneite Detroit passt wunderbar zur Grundstimmung des Films. Von der Machart her erinnert mich VIER BRÜDER an PAYBACK mit Mel Gibson und bringt alles mit, was man von einem Actionfilm erwartet. Shoot-Outs, Verfolgungsjagden und coole Dialoge. Ebenfalls sind die Charaktere sehr passend besetzt worden. Mark Wahlberg gefällt sich einmal mehr in der Rolle des Trotzkopfes, der aber auch gern mal belehrend einschreitet. Mit großer Klappe und flotten Sprüchen macht er mit seinen Brüder die Gegend unsicher. Nicht nur Wahlberg hat mir sehr gut gefallen, auch André Benjamin (besser bekannt als André 3000 von der HipHop Gruppe OUTCAST) liefert eine überzeugende Leistung ab.

VIER BRÜDER ist eine Mischung aus knallhartem Actionfilm und einer soliden Prise "Cop-Film", mit wenigen witzigen Stellen. Letztere unterstreichen oftmals aber nur das Verhältnis zwischen den ungleichen Brüdern. Dagegen fand ich die eher ungewollt komischen Einlagen von Gangster Victor Sweet (gespielt von Chiwetel Ejiofor) weniger cool. Es ist halt so das typische Bild, was man von einem Möchtegern-Gangster im Kopf hat. Da die Geschichte interessante Wendungen beinhaltet, sollte man VIER BRÜDER auch aufmerksam ansehen, somit kein Film für nebenbei. Ich fand ihn einfach gut und könnte ihn immer wieder mal sehen.

 

Pro
  • überzeugender Cast
  • spannender Story-Verlauf
  • passende Mischung aus Melancholie und Action
  • cooles und zugleich leicht düsteres Setting im verschneiten Detroit
  • Mark Wahlberg mal wieder als Trotzkopf
Kontra
  • knallharte Gangster hin und wieder ungewollt komisch, fand ich in dem Fall nicht so prickelnd
Wertung: 8 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
661x gelesen