Filmberichte

VON LöWEN UND LäMMERN

Eintragen am: 02.01.2011 | Genre: Drama | Land: USA | Jahr: 2007 | Spielzeit: 88 min | FSK: 12 Jahre

Die beiden ehrgeizigen Studenten Arian und Ernest nehmen die Aufforderung ihres idealistischen Professors Dr. Malley, etwas Bedeutendes im Leben anzustreben, zum Anlass, sich freiwillig als Soldaten für den Einsatz in Afghanistan zu melden. Während sie dort ums nackte Überleben kämpfen, werden sie zum Bindeglied zweier scheinbar unzusammenhängender Episoden an der Ost- und Westküste der USA. Dr. Malley nimmt sich eines Studenten aus privilegiertem Elternhaus an, der jeglichen Enthusiasmus vermissen lässt. Zeitgleich versucht in Washington der charismatische Senator und potentielle Präsidentschaftskandidat Jasper Irving eine ehrgeizige TV-Journalistin mit einer brisanten Story zu manipulieren, die Arians und Ernests Schicksal besiegeln könnte.

 

Wie schon in SPYGAME wird dieser Film in vielen Momenten in Rückblenden erzählt. Gerade wenn Redford mit seinem Studenten anfängt über die Bedeutung des Lebens zu philosophieren, gibt es Blenden zu früheren Geschehnissen. Daneben finden zwei weitere Geschichten zeitgleich statt. Und irgendwie sind dann doch alle indirekt miteinander verbunden sind. Aber das ist keine wirkliches Geheimnis.

Das Thema ist durchaus heikel und ich finds gut das sich Redford daran gewagt hat. Im Film dominieren eigentlich die zahlreichen Dialoge, nur ab und zu gibt es mal eine militärische Sequenz, sowie auch am Ende noch einen kurzen Einsatz. Aber grundlegend splittet sich der Film in drei einzelne Geschichten. Da wäre Dr. Malley mit seinem Studenten, Präsidentschafts- kandidat Jasper Irving mit einer TV-Journalistin. Und dann nochmal Dr. Malley mit zwei ehemaligen Studenten, die den Weg zum Militär gewählt haben, um wie sie selbst behaupten ihrem Land wieder etwas zurück zu geben. Keine Ahnung ob der Patriotismuss bei den Jugendlichen in den Staaten wirklich so verbreitet ist?! Bei einer allgemeinen Wehrpflicht sehen die das sicher auch anders.

Auch wenn man in solchen politischen Filmen nicht wirklich "Insider" Wissen vermittelt bekommt, war ich dennoch positiv überrascht wie vorallem Meryl Streep als Journalistin unnachgiebig Stellung bezogen hatte und so auch durchaus aktuelle Themen der US-Politik ansprach. Auch mag ich Redford in dieser "Besserwisser-Rolle", die er wie erwähnt auch schon in SPYGAME sehr cool rübergebracht hat und mit ruhigen Worten seinen Studenten krass beeinflussen und überzeugen kann.

VON LÖWEN UND LÄMMERN fand ich für das Thema schon fast schon zu kurz. Da hätte man sicher noch eine halbe Stunde dranhängen und vorallem die Gespräche noch ausschweifender zeigen können. Und ohne zuviel zu verraten, zeigt das Ende mal wieder deutlich, dass man im Leben einfach auch Glück haben muss... oder eben nicht.

 

Pro
  • Einzelgeschichten die doch alle miteinander verbunden sind
  • Film mit Anspruch
Kontra
  • zu kurz :(
  • Ende
  • kein Film für Nebenbei
Wertung: 9 / 10 Punkte
niffi
Autor: niffiRegistriert: 11.02.2003 - Verfasste Artikel: 19.173 - Forenposts: 12.032 - Alle Artikel anzeigen
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