19.07. Good Clean Fun / Binford / Kachel - Sunny Red

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Antagonist der Dynastien
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19.07. Good Clean Fun / Binford / Kachel - Sunny Red

Beitrag von Antagonist der Dynastien »

Mir ist sicher bewusst, dass das ein ostdeutsches Hardcore- und Metal-Forum ist, aber wenn man schon einmal in München beim Tourauftakt von Good Clean Fun dabei ist, dann liegt auch ein gewisses Mitteilungbedürfnis in der Luft, vor allem, wenn es sich dann noch um einen so schmucken Club wie das Sunny Red handelt.
Recht unterhaltsam begann der Abend dann auch gleich mit dem Localsupport "Kachel", die wirklich nichts ausließen um ihren Auftritt zu schmücken. Neben einer durchgebrochenen Bühnenverkleidung, zahllosen abgebrochenen Songs, völliger Asynchonität, dem Spielen unterschiedlicher Songs durch die Bandmitglieder etc. machte ihnen auch die Technik und Organisation einen Strich durch die Rechnung, da beispielsweise ständig Rückkopplungen den Hörgenuß nicht wirklich verfeinerten und auch das plötzliche Licht im gesamten Veranstaltungsraum keineswegs Freude machte. Hinzu kam, dass das Lüftungssystem absolut nicht funktionierte, was jedoch den ganzen Abend noch so blieb.
Binford hingegen haben angesichts ihrer Vorgänger wirklich brilliert. Zwar hat mir die recht leise, monotone Stimme überhaupt nicht zugesagt, doch haben die wirklich straighten Melodiebögen und das recht ausgefallene Drumming das Ganze doch noch in ein Gesamtkonzept münden lassen, dass einem Gefallen bringen kann.
Nach enorm kurzer Umbaupause, in der man kaum Zeit hatte an die frische Luft zu kommen, hatte die Stunde von Mr. Issa und Co geschlagen. Erst ganz frisch zum Lineup hinzuekommen ist der neue Drummer, der glaube ich für Danny McClure eingesprungen ist, was man im Laufe des Konzerts auch gemerkt hat, weil einige Drumparts noch nicht saßen oder gar ganze Songs abgebrochen werden mussten. Doch mit dem immerwährenden Glauben an das Positive im Leben und vor allem im Hardcore hat das so oder so keinen interessiert. Die Songs vom 2005-er Output haben in meinen Augen auch diesmal mehr gezündet als das ältere Material.
Da ich ehrlich gesagt zuvor noch nie in München bei einer Show war und mir nur vage vorstellen konnte, wozu die Münchener in der Lage sind, war ich doch sehr überrascht, dass es mit den wenigen Leuten derart abgegangen ist, vor allem weil mir im Vorfeld alle mit denen ich gesprochen habe noch versichert haben, dass man München absolut nicht mit der Atmosphäre in Ostdeutschland vergleichen könne, wo mir schon ein Wenig mulmig zumute wurde. Rundum zufrieden und mit ausreichend circle-pits und singalongs abgefrühstückt bin ich dann voller "Positivität" nach Hause gefahren.
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