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DOWNFALL OF GAIA - SELFTITLED

Eintragen am: 16.07.2013

Nur knapp ein halbes Jahr nach "Suffocating In The Swarm Of Cranes" erscheint nun eine leicht verspätete Abhandlung ihrer 2010 erschienenen LP 'Epos', in Verbindung zur 2011er Split mit den Schweden IN THE HEARTS OF EMPERORS. Im groben bleiben DOWNFALL OF GAIA ihrem doom - crust - post - lastigen Hardcore, mit hier und da einigen (black) - Metalelementen, treu und auch eine Reihe atmosphärischer Einspieler zum drastischen Abkühlen eventuell positiver Stimmungslagen finden sich zu Hauf auf ihrem selftitled Auskoppler. Doch irgendwie mag das Ganze nicht so recht zünden.

Auch nach dem zweiten Durchlauf bin ich mir immer nich nicht ganz eins, ob ich hier gute Musik auf Dauer oder nur gute Musik der kurzen Weile genossen habe. Zwar immer noch zumeist recht düster, verloren und verspielt dramatisch, aber vor allen da wo es etwas härter zu Sache geht, oder gehen sollte, scheint dem Ganzen etwas die Substanz zu fehlen, der kreative Input, dieses HalloWach, was das Ganze eben nicht nur wahllos und beliebig austauschbar erscheinen lässt. Ein wenig ideenlos die rockenden Gitarren, etwas überbeansprucht wirkt das heisere Gegröhle. Zweifelsohne wird hier zwar Kritik auf higher Level geübt, aber vor allen in den völlig konträren, weil wirklich guten, ruhigen Passagen erkennt man den doch markanten, innovativen Unterschied zwischen harten und besinnlichen Abschnitten. Denn hier versteh man es gekonnt mit verschiedenen Stimmungslagen zu spielen, nette Soundwände auf und wieder abzubauen und auch ein paar spacige Lead- und Sologitarren geschickt in Szene zu setzen. Doch wenn es dann wieder heißt: "..und jetzt alle headbangen im Beat"... fehlt mir meist das gewisse Etwas, mit Ausnahme vll von "These Wet Feathers", in dem die Symbiose aus soft 'n' heavy noch am besten greift.

Sicherlich, für den eingefleischten DOWNFALL OF GAIA Anhänger ist das hier trotzdem eine absolut runde und grundsolide Sache, vom Anspruch eh von jeglichen Zweifeln befreit, aber für diejenigen die sich neu mit den PostHC - Dudes aus Deutschland befassen wollen, empfehle ich zuvorderst den Griff zu einer der früheren Scheiben, in denen es meiner Meinung nach doch um einiges kreativer und mutiger zur Sache geht.

 

Pro
  • guter Mix aus soft 'n' heavy
Kontra
  • leider ist das 'heavy' nur selten überzeugend
Wertung: 7 / 10 Punkte
Autor: mcflemmigRegistriert: 24.03.2006 - Verfasste Artikel: 108 - Forenposts: 130 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 26.04.2013

Spielzeit: keine Angabe

Label: Moment Of Collapse Records www.momentofcollapse.com

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Prolog
02. Odium
03. Zerfall
04. Silere
05. Luftschloss
06. Epilog
07. These Wet Feathers...
08. Won't Dry On Their Own

Discografie:

2009 - Tour Ep
2009 - Split W/ Kazan Tape
2010 - Epos Lp
2011 - Split W/ In The Hearts Of Emperors Lp
2012 - Suffocating In The Swarm Of Cranes Lp
2013 - S/t Cd

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