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HAVENSIDE - LIVING OUR DARKEST DAYS

Eintragen am: 04.03.2014

Die ersten Jahre nach ihrer Bandgründung anno 2006 bis zu ihrem ersten eigenreleasten Full Length - Album "Lost and Departed" hatten die Californier um HAVENSIDE eigentlich mehr an ihrem Personal als an ihren Songs gearbeitet und somit ist ein wirklich nennenswerter Durchbruch erst 2-3 Jahre später zu verzeichnen gewesen. Nachdem der gute "Mikey Hood of (Hoods)" mit samt seinem Label "Westcoast Worldwide Records" auf die Herren aufmerksam wurde, folgte dann auch mit "Recognition" die erste brauchbare Scheibe und der übliche Hype nahm seinen Lauf. Harte Touren mit EARTH CRISIS, EVERGREEN TERRACE, LIONHEART, STICK TO YOUR GUNS, BLEEDING THROUGH, THROWDOWN und und und folgten und man hatte sich anscheinend seinen Platz im Konzert der Etablierten gesichert.

Warum soviel Bandhistorie? Warum so wenig Musikkritik? Tja, dies kann ich schlichtweg damit begründen, dass sich die hier vorliegende Scheibe "Living our Darkest Days" durch Nichts, wirklich gar Nichts, von den guten Altbekannten ala PARKWAYDRIVE, THE GHOST INSIDE, TEXAS IN JULY und wie sie alle heißen, unterscheidet. Vielmehr ist sie an den meisten Ecken sogar noch ein wenig schlichter, übertrieben plakativ und aufdringlich. Das soll jetzt keine niederschmetternde Kritik an sich bedeuten. Der Sound ist wie immer superfett und absolut brutal - gefällt quasi, ist aber wohl eher ein Chapaux an die Mayhemness Studios, die hier ihrem Namen alle Ehre machen. Auch die Shouts sind cool und natürlich gibt es eine Menge Beatdowns die gefallen - auch mir! Aber leider scheint nichts an dieser Scheibe auf eigenen Mist gewachsen zu sein und als ich die unfassbar miesen und banalen Cleanengesänge vernehmen musste - welche wirklich völlig unnötig und total deplatziert daherkommen - fühlte ich mich in meiner "fehlenden Eigenkapital - Theorie" einfach nur bestätigt.

Abermals also befinde ich mich in der Zwickmühle Qualität (durchaus auch des Songmaterials) und Produktion loben zu müssen, obwohl ich weiß, dass die Herren durchaus auch nur eine Platte der großen Altvorderen rückwärts gecovert haben könnten. Naja, 5-6 Punkte für die, die da irgendetwas Neues suchen... 7-8 für alle die, die dem Deathcore/Metalcore eh alles verzeihen.

Als Randnotiz ist vielleicht noch zu erwähnen, dass HAVENSIDE 25596 Facebook-Fans, 10000 Twitter Follower und gar 17511 Instagramm Follower besitzen ^^ (das habe ich nicht recherchiert, nein, es wird einem förmlich ins Gesicht gedrückt! Quelle: Infosheet HAVENSIDE) Dann setzt also die breite, stets flüchtig informierte, hektische Internetmasse die neuen Qualitätsmaßstäbe im Zeitalter der Bits und Bytes?! Ok ok, aber ich warne mit den Worten des ach so weisen K. (MenInBlack): "Ein Mensch ist intelligent, aber ein Haufen Menschen sind dumme hysterische gefährliche Tiere." Also bilde man sich doch lieber selbst seine Meinung, statt nur blind irgendwelchen Internettrends zu folgen! Meine Meinung...

 

Pro
  • Super Sound
  • absolut moshbar! (wem das reicht - am besten nicht das Review lesen ;) )
Kontra
  • klingt fast wie ein Coveralbum der wirklich Großen Bands des Genres
  • deshalb bei Zeiten langweilig und banal
Wertung: 6 / 10 Punkte
Autor: mcflemmigRegistriert: 24.03.2006 - Verfasste Artikel: 108 - Forenposts: 130 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 11.03.2014

Spielzeit: keine Angabe

Label: Innerstrength Studios

Band: www.havensideband.com

Tracklist:

01. Indisputable
02. The Broken
03. Despised
04. Things Will Never Change
05. Unite And Conquer
06. Standing Your Ground Pt. 2
07. Stronger Everyday
08. King By Destruction
09. Supplicator
10. Compusure
11. Curse
12. Refuse To Sink

Discografie:

2009 - Lost And Departed
2010 - Recognition
2012 - Nemesis
2014 - Living Our Darkest Days

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