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LIGHT YOUR ANCHOR - INDIAN SUMMER

Eintragen am: 07.04.2014

Mit "Indian Summer" flattert die aktuelle Digital-Single von Light Your Anchor in meine heimischen vier Wände. Nach ihrem ersten Ausrufezeichen, der enorm erfrischenden "Peter Pan Syndrome" EP aus dem Jahr 2011, kam mit dem Debüt-Album "Hopesick" ein ordentlicher Fame-Push und die Mixtur aus melodischem Punk Rock und Breitseiten-Metalcore fand mehr und mehr Anhänger. Die aktuelle EP "Indian Summer", die dieser Tage über Acuity.Music erschien, führt den Weg fort und präsentiert zwei energiegeladene Tracks, die sich zeigen lassen können und enorm kraftvoll aus den Boxen dröhnen, aber auch ihre Schwächen haben.

Der Titeltrack beginnt recht ansprechend, weil hymnisch und sehr gut einstimmend, und der Einstieg in den ersten Verse knallt gleich ordentlich. Die Drums jagen melodische Riffs und das Gekeife des Frontmanns legt sich wunderbar darüber. Die Hook ist dann zwar eine kleine Enttäuschung, da sie recht schwachbrüstig vorgetragen wird und auch ein Stück zu angestrengt daherkommt, aber insgesamt fügt sie sich von der Melodie her gut in den Song ein. Zum Schluss gibt es einen Moshpart, der leider auch nicht so richtig zünden will, da er sowohl etwas zu einfallslos ist als auch zu mechanisch vom Sound her wirkt. "Apologize" geht dann in die gleiche Kerbe, ist aber etwas runder und durchdachter geschrieben. Die weiblichen Gast-Vocals können zwar auch nicht ganz überzeugen, aber die dadurch entstandene Abwechslung tut dem Sound der Band nicht schlecht. Die Lyrics sind grundsätzlich eher mau: So feiert man sich, weil die anderen Freunde tag ein tag aus nur der Kohle hinterrehen, man selbst aber seinen Traum lebt, und verliert ein paar nichtssagende Worte über das Ende einer Beziehung.

Light Your Anchor scheint somit irgendwie ein wenig die Puste ausgegangen zu sein. So richtig will "Indian Summer" nicht reinhauen, die Mixtur ist zwar die Altbekannte und sie funktioniert dank eines guten Songwritings auch, doch es hapert an einigen Stellen, seien es die cleanen Vocals, die Lyrics oder auch der hin und wieder zu krass produzierte Sound, der der Band ein wenig die überragende Lebendigkeit aus den Zeiten der "Peter Pan Syndrome" EP raubt. "Indian Summer" ist deswegen nicht schlecht, beinhaltet aber bei weitem kein Aha-Erlebnis mehr. Man kann gespannt sein, was die Band noch so aus sich herausholt, die Skills sind definitiv da.

 

Pro
  • Knalliger Mix aus Melodic Punk und Metalcore
Kontra
  • Clean Vocals eher mau
  • Lahme Lyrics
Wertung: 6 / 10 Punkte
Kingpin
Autor: KingpinRegistriert: 28.05.2004 - Verfasste Artikel: 347 - Forenposts: 757 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 28.03.2014

Spielzeit: 006:34 min

Label: Acuity.music www.acuitymusic.com

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Indian Summer
02. Apologize (feat. Carolina Melean)

Discografie:

2014 - Indian Summer Ep
2013 - Hopesick Lp
2012 - Peter Pan Syndrome Ep