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MEDEA RISING - ABYSS

Eintragen am: 12.04.2014

MEDEA RISING galten 2010 als DIE deutsche Deathcore-Hoffnung. Zu Zeiten als SCIENCE OF SLEEP und WALKING DEAD ON BROADWAY noch ein feuchter Traum waren, veröffentlichten MEDEA RISING schon ihr erstes geniales Debüt, welches auf den wunderbaren Namen "We Were Never Meant to Be" hört. Kurz darauf war die Band am Rande der Auflösung, da einige Mitglieder das Projekt beenden mussten. Mittlerweile sind sie erfreulicherweise wieder unterwegs, und stellen aktuell ihr neues Machtwerk "Abyss" vor. Offiziell wir die Scheibe Ende April aufs wütende Volk losgelassen.

Bei "Abyss" handelt es sich um eine klassische Schlachteplatte aus Death- und Hardcore. Schon das Intro macht klar, dass MEDEA RISING keine Gefangenen nehmen werden. Der atmosphärisch platzierte Down-Tempo-Breakdown lädt zum Kopfnicken ein. Und da wo das "Intro" aufhört, macht "Disatrous Legacy" weiter. Und zwar mit einem Breakdown. Der neue Sänger kommt hierbei auch zum Einsatz und zeigt schon mal wie er grunzen kann. Insgesamt ist das Album sehr Breakdownlastig. Das verspricht aber hohe Pitaktivitäten bei diversen Live-Events. Interessant sind auch die verschiedenen Tempowechsel innerhalb der Songs. Während "Disatrous Legacy" noch etwas gemächlich ist, wird bei "Predator Prey Relationship" wieder mehr geknüppelt.

Über die Gitarren und das Schlagzeug kann ich auch nicht meckern. Sie sind in der Regel gut gelungen, lassen aber auch nichts Innovatives erwarten. Auch bei den Gangshouts und Features wurde nicht gespart. Mert von THE GREEN RIVER BURIAL, Johannes von WHOSE BLOOD IS IN MY MICROWAVE und Ex-MEDEA RISING-Sänger Franz durften sich auf "Abyss" verewigen. Leider lässt der Ex den aktuellen Sänger etwas alt aussehen.

"Abyss" ist ein klarer Angriff auf die deutschen Deathcore-Könige SCIENCE OF SLEEP und WALKING DEAD OF BROADWAY, die sich den Thron ja (noch) teilen. Hätten MEDEA RISING ihr Programm eiskalt durchgezogen, dann wären sie definitiv an der Spitze der Nahrungskette. Nichtsdestotrotz lieferten die Jungs hier ein starkes Album ab, was besonders auf der Bühne ordentlich zerstören wird.

 

Pro
  • moshlastig
  • starke Gastauftritte
Kontra
  • nichts Neues
Wertung: 8 / 10 Punkte
FlowRyan
Autor: FlowRyanRegistriert: 21.01.2014 - Verfasste Artikel: 26 - Forenposts: 27 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 26.04.2014

Spielzeit: 26:00 min

Label: Diy

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Intro
02. Disatrous Legacy
03. Atw
04. Black Widow
05. Abyss
06. Social Downgrade
07. To Come Apart At The Seams
08. Predator Prey Relationship

Discografie:

We Were Never Meant To Be (cd - 2010)
Abyss (cd - 2014)

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