NERVECELL - PREACHING VENOM
Eintragen am: 13.12.2009
Eine Metalband aus Dubai - sowas hört man ja auch selten. Die vier Jungs von NERVECELL zeigten mir aber, dass auch aus dieser Region echt ordentliche Musik kommen kann. Das neue Album Preaching Venom beginnt mit dem Instrumental "As They Reign & Slither". Ein kurzes Stück, cleane Gitarren, kein Schlagzeug - solche Intros sind schon auf vielen Alben präsent gewesen, und wenn's bei anderen funktioniert, wieso dann nicht hier? Weiter geht's mit "Vicious Circle Of Bloodshed". Das Ding zeigt gleich, wo das Album langgeht. Die Gitarren gefallen mir durchweg ziemlich gut, meiner Meinung nach eine Mischung aus Thrash- und Deathmetal Riffing gespickt mit kurzen Nuancen von Blackmetal - Geshreddere. Alles in allem gute Gitarrenarbeit, kreativ und abwechslungsreich. Beim Bass siehts auf dem Album wie auf Millionen anderen Metalalben aus - er ist kaum zu hören. Deswegen gibt's da nichts weiter zu sagen, vielleicht muss sich James Khazaal ja mehr auf den Gesang konzentrieren ;D. Im Hintergrund könnte man denken, es läuft eine Maschine - aber nein, es ist ein Schlagzeuger. Technisch einwandrei, jedoch fehlt mir dabei die Abwechslung in den Liedern. 45 min pure Doublebass und Blastbeats - klingt irgendwann auch irgendwie gleich... Beim Gesang handelt es sich durchgehend um schönes Deathmetal Gegrowle - nichts atemberaubendes, gefällt mir aber ganz gut. Genauso setzt sich das ganze Album fort, "Ratios" und "Vastlands Of Abomination" gehen nebenbei gesagt noch clean los, setzten sich dann aber auch wie eben beschrieben fort. Alles in allem ist Preaching Venom ein solides Album. Empfehlenswert für Trash- und Deathmetal Liebhaber. Ich glaube, von den "Dubaianern" wird man noch eine Weile hören und bin gespannt, was sie uns als nächstes um die Ohren hauen werden.

Pro
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Kontra
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