OMNIUM GATHERUM - NEW WORLD SHADOWS
Eintragen am: 20.01.2011
Vierzehn Jahre nach Bandgründung legen die Finnen von OMNIUM GATHERUM ihr nunmehr sechstes Album mit dem Titel "New World Shadows" auf dem Leipziger Label Lifeforce Records vor. Insgesamt mit einer düster-melancholischen Grundstimmung versehen, bietet diese Scheibe zwar alles, was OG bis dato auszeichnete - und auch noch einiges mehr - wird unterm Strich aber nur echte Fans zu überzeugen wissen.
Auf dem Programm steht Melodic-Death-Metal mit jeder Menge Synthie- und Streichereinsätzen (dürfte auf dasselbe hinauslaufen) und einem Wahnsinnigen am Gesang. Sprich - Über einen sehr harmonischen Unterbau mit hochmelodiöser und ultraeingängiger Gitarrenarbeit und spitzenmäßiger Rhythmusgruppe breitet sich das Organ eines gewissen Herrn Jukka Pelkonen, das mich persönlich an das Geröhre eines paarungswilligen Braunbären erinnert.
Objektiv gesehen ist dieses Album ein Schritt nach vorn - Auf "New World Shadows" wirkt alles noch epischer, noch hymnischer, noch tighter, noch besser produziert und noch eigenständiger als zuvor. Stillstand kann man den Finnen keinesfalls vorwerfen, denn auf dieser Scheibe fordern gleich zwei neunminütige Tracks alles von den Hörern. Auch mit Progelementen, die über bloße Strukturspielereien hinausgehen, und klarem Gesang wird nicht gegeizt. Keine Frage, OG sind Weltklassemusiker und laufen auf diesem Album in spielerischer und arrangementtechnischer Hinsicht zur Höchstform auf.
Wurde das fünfte Album "The Redshift" noch als das Album angepriesen, mit dem OG den Schritt von einer "Maybe-Band" zu einer "Must-Have-Band" vollzogen haben (vgl. archaic-magazine.com), prophezeie ich für das vorliegende Werk genau das Gegenteil. Abgesehen davon, dass ich als ADHS-Freak nichts mit Nummern anfangen kann, die an die zweistellige Minutengrenze reichen, fehlt "New World Shadows" einfach das, was guten Metal für mich ausmacht - Aggressivität und Power. Überproduzierte hookreiche Rockmusik mit Dauersoli-Beschuss und in gefühlte Ewigkeiten ausgewalzten Schmachtarts kann ich mir auch im Radio anhören. Bei Metal geht es doch aber vor allem darum, dass die Hütte brennt. Und zwar anständig. Die Genreväter aus Götheburg und zahlreiche gute Clones zeigen immer wieder, dass solche Musik nicht wie ein auf Glanz poliertes "radio-ready modern rock album" ( prefixmag.com über OG ) klingen muss. Auch OMNIUM GATHERUM haben das immer wieder bewiesen, tun das aber auf dieser Scheibe leider etwas zu selten.

Auf dem Programm steht Melodic-Death-Metal mit jeder Menge Synthie- und Streichereinsätzen (dürfte auf dasselbe hinauslaufen) und einem Wahnsinnigen am Gesang. Sprich - Über einen sehr harmonischen Unterbau mit hochmelodiöser und ultraeingängiger Gitarrenarbeit und spitzenmäßiger Rhythmusgruppe breitet sich das Organ eines gewissen Herrn Jukka Pelkonen, das mich persönlich an das Geröhre eines paarungswilligen Braunbären erinnert.
Objektiv gesehen ist dieses Album ein Schritt nach vorn - Auf "New World Shadows" wirkt alles noch epischer, noch hymnischer, noch tighter, noch besser produziert und noch eigenständiger als zuvor. Stillstand kann man den Finnen keinesfalls vorwerfen, denn auf dieser Scheibe fordern gleich zwei neunminütige Tracks alles von den Hörern. Auch mit Progelementen, die über bloße Strukturspielereien hinausgehen, und klarem Gesang wird nicht gegeizt. Keine Frage, OG sind Weltklassemusiker und laufen auf diesem Album in spielerischer und arrangementtechnischer Hinsicht zur Höchstform auf.
Wurde das fünfte Album "The Redshift" noch als das Album angepriesen, mit dem OG den Schritt von einer "Maybe-Band" zu einer "Must-Have-Band" vollzogen haben (vgl. archaic-magazine.com), prophezeie ich für das vorliegende Werk genau das Gegenteil. Abgesehen davon, dass ich als ADHS-Freak nichts mit Nummern anfangen kann, die an die zweistellige Minutengrenze reichen, fehlt "New World Shadows" einfach das, was guten Metal für mich ausmacht - Aggressivität und Power. Überproduzierte hookreiche Rockmusik mit Dauersoli-Beschuss und in gefühlte Ewigkeiten ausgewalzten Schmachtarts kann ich mir auch im Radio anhören. Bei Metal geht es doch aber vor allem darum, dass die Hütte brennt. Und zwar anständig. Die Genreväter aus Götheburg und zahlreiche gute Clones zeigen immer wieder, dass solche Musik nicht wie ein auf Glanz poliertes "radio-ready modern rock album" ( prefixmag.com über OG ) klingen muss. Auch OMNIUM GATHERUM haben das immer wieder bewiesen, tun das aber auf dieser Scheibe leider etwas zu selten.
Pro
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Kontra
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