Reviews

SERPENT EATER - HYENA

Eintragen am: 23.02.2014

Hyänen spielen in der Mythologie eine zweideutige Rolle: Auf der einen Seite gelten sie als grausam und brutal, auf der Anderen stellen sie Stärke und Ausdauer dar. Dies könnte ein plausibler Grund, warum die Blackened-Deathmetal-Combo, SERPENT EATER, ihre erste Veröffentlichung "Hyena" nennt. Ob sich diese geheimnisvolle Ambivalenz aus Brutalität und Stärke auch in ihrer Musik wiederspiegeln, werde ich euch in diesem Review beschreiben.

Eins vorweg: SERPENT EATER spielen Deathmetal, obwohl sämtliche Mitglieder zunächst bei DIY-Hardcore Bands waren. Wie dieser Sinneswandel kam, weiß niemand. Jedoch macht schon der erste Song, "Ebola", klar, in welche Richtung es gehen soll. Hier wird nämlich nicht lang gefackelt. Der Prügel kommt gleich aus dem Sack und drischt auf alle Ohren ein, die es mit dem SERPENT EATER aufnehmen wollen. Neben kehlkopfkrebsmäßigem Gegrunze und Gekeife wird noch ordentlich die Doublebass malträtiert. Jedoch gewähren uns SERPENT EATER ein paar Verschnaufpausen in Form von Gitarren-, sowie Bassparts. Dieses Schema zieht sich durch den Großteil der recht langen Songs. Immer wieder wechseln sich die rasenden Blackmetal-Parts mit "ruhigeren" ab. Dies sorgt nicht nur für Abwechslung, sonder macht das Gesamtkonzept dynamischer. Bei dem Titelsong "Hyena" darf man für fast 90 Sekunden entspannen, bevor der Orkan wieder losbricht. Diese Stellen sind äußerst gut platziert und sorgen genau zum richtigen Moment für die nötige Pause. Gelegentlich können es sich die Gitarristen auch nicht verkneifen zu ihren Wurzeln zurückzukehren, denn manchmal erklingen Riffs, die aus der Hardcore-Ecke stammen könnten.

SERPENT EATER bewegen sich genau auf der Grenze zwischen Black- und Deathmetal. Soll heißen, dass alle Corpsepaint-Freunde ihr Schminkset zu Hause lassen können. Dennoch wird einem aggressive und zeitgleich dynamische Kost geboten wird, die über das normale Hörverhalten hinaus geht. Genau wie Hyänen sollten auch SERPENT EATER nicht unterschätzt werden. Das was die Jungs hier geleistet haben, ist tatsächlich grausam und stark.

 

Pro
  • ziemlich geiles Cover
  • kein typischer Black/ Deathmetal
Kontra
-
Wertung: 8 / 10 Punkte
FlowRyan
Autor: FlowRyanRegistriert: 21.01.2014 - Verfasste Artikel: 26 - Forenposts: 27 - Alle Artikel anzeigen
1.436x gelesen

Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 15.12.2013

Spielzeit: 28:32 min

Label: Alerta Antifascista Records

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Ebola
02. Last Cold Word
03. In The Wall
04. Hyena
05. Leitmotif
06. Trepanation Nation

Discografie:

Serpent Eater Lp (2013)

Weitere Reviews zu SERPENT EATER:

  • Keine weiteren Einträge gefunden.