TURN AWAY - TIME AND TIDE... WAIT FOR NO MAN
Eintragen am: 31.01.2013
Turn Away haben es mal wieder getan und eine neue Platte auf den Markt geworfen. Nach der mehr als enttäuschenden EP "To The Open Sea" erschien Ende letzten Jahres ihr zweiter Longplayer mit Namen "Time And Tide… Wait For No Man", welcher erneut melodischen und oldschooligen Hardcore Punk beinhaltet. Man kann nur hoffen, dass es nach der schwachen letzten Platte musikalisch nach oben geht, und so soll es im Endeffekt auch sein. Die Band, die bereits seit über zehn Jahren existiert, achtet nun etwas mehr auf eine versiertere Arbeit an den Sechssaitern und dem Songwriting.
Die ersten Klänge klingen dann auch erst einmal vielversprechend und fordern dazu auf, genau hinzuhören und den aufkeimenden Melodien nachzukommen. Was folgt sind knapp 30 Minuten recht moderner Hardcore mit einer Prise melodischem Punk, alles gepaart mit schönen Basslines und vielen Midtempo-Parts. Das klingt alles recht durchdacht und die Songs folgen bei Weitem keinen 08/15-Songstrukturen, aber es gibt beinahe gänzlich keine Highlights, keine tiefschürfenden Momente, keine Mitschrei-Momente oder aber Riffs, die hängen bleiben. Turn Away spielen einfach ihr Ding runter und bringen wie auf "Whores Of War" auch einmal einen recht drückenden Midtempo-Riff auf die Straße, langweilen jedoch nach wenigen Minuten bereits in erhöhtem Maße. Das wird mit der Zeit auch nicht besser, so dass die elf Tracks völlig griplos an einem vorbeisausen, ohne auch nur annähernd Spuren zu hinterlassen. Man kennt heutzutage auch zu viele Bands, die genau das viel besser machen.
Die Vocals vom Frontmann sind zudem leider recht schwachbrüstig und erzeugen so keinen Druck: die Stimme wirkt ausgelaugt, aber in keiner ansprechenden Art und Weise. Auf "Demons" verlieren die Vocals dann komplett an Kraft und zaghafte Gesangs-Versuche werden angebracht. So geht das Shouting in der guten Produktion etwas unter und die ausdrucksstarken Gitarren und der wunderbar leiernde Bass spielen sich - zu Recht - in den Vordergrund. Der Band fehlen jedoch musikalisch einfach Trademarks, die sie von gefühlten einer Millionen anderer Bands unterscheidet. Ja, die Mucke ist okay und man kann sich das zweite Album der Band gut anhören, aber es verschwimmt einfach in dem riesigen Meer. Nichts bleibt hängen, auch die deutschen Vocals, die auch gar nicht mehr so richtig aufhorchen lassen, gehen unter und versprühen keine Spannung, genau wie die profillosen Lyrics: Böse Kriegstreiber, böse Geschichtsverdreher, aber wenigstens die Einsicht, dass man selber an all dem ganzen Scheiß nichts ändert.
"Time And Tide… Wait For No Man" ist so schlussendlich eine passable Modern Hardcore Platte, die nicht so richtig weh tut, dessen Nichtexistenz aber auch niemanden interessieren würde. Kann man alles so machen, besitzt aber einfach keinerlei Charme oder eine mitreißende Verve, so dass der zweite Longplayer der fünf Süddeutschen schnell von den Playlisten dieser Welt verschwinden wird. Der Sprung nach vorne ist da, aber er ist ein verdammt kleiner. Schade.

Die ersten Klänge klingen dann auch erst einmal vielversprechend und fordern dazu auf, genau hinzuhören und den aufkeimenden Melodien nachzukommen. Was folgt sind knapp 30 Minuten recht moderner Hardcore mit einer Prise melodischem Punk, alles gepaart mit schönen Basslines und vielen Midtempo-Parts. Das klingt alles recht durchdacht und die Songs folgen bei Weitem keinen 08/15-Songstrukturen, aber es gibt beinahe gänzlich keine Highlights, keine tiefschürfenden Momente, keine Mitschrei-Momente oder aber Riffs, die hängen bleiben. Turn Away spielen einfach ihr Ding runter und bringen wie auf "Whores Of War" auch einmal einen recht drückenden Midtempo-Riff auf die Straße, langweilen jedoch nach wenigen Minuten bereits in erhöhtem Maße. Das wird mit der Zeit auch nicht besser, so dass die elf Tracks völlig griplos an einem vorbeisausen, ohne auch nur annähernd Spuren zu hinterlassen. Man kennt heutzutage auch zu viele Bands, die genau das viel besser machen.
Die Vocals vom Frontmann sind zudem leider recht schwachbrüstig und erzeugen so keinen Druck: die Stimme wirkt ausgelaugt, aber in keiner ansprechenden Art und Weise. Auf "Demons" verlieren die Vocals dann komplett an Kraft und zaghafte Gesangs-Versuche werden angebracht. So geht das Shouting in der guten Produktion etwas unter und die ausdrucksstarken Gitarren und der wunderbar leiernde Bass spielen sich - zu Recht - in den Vordergrund. Der Band fehlen jedoch musikalisch einfach Trademarks, die sie von gefühlten einer Millionen anderer Bands unterscheidet. Ja, die Mucke ist okay und man kann sich das zweite Album der Band gut anhören, aber es verschwimmt einfach in dem riesigen Meer. Nichts bleibt hängen, auch die deutschen Vocals, die auch gar nicht mehr so richtig aufhorchen lassen, gehen unter und versprühen keine Spannung, genau wie die profillosen Lyrics: Böse Kriegstreiber, böse Geschichtsverdreher, aber wenigstens die Einsicht, dass man selber an all dem ganzen Scheiß nichts ändert.
"Time And Tide… Wait For No Man" ist so schlussendlich eine passable Modern Hardcore Platte, die nicht so richtig weh tut, dessen Nichtexistenz aber auch niemanden interessieren würde. Kann man alles so machen, besitzt aber einfach keinerlei Charme oder eine mitreißende Verve, so dass der zweite Longplayer der fünf Süddeutschen schnell von den Playlisten dieser Welt verschwinden wird. Der Sprung nach vorne ist da, aber er ist ein verdammt kleiner. Schade.
Pro
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Kontra
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