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EUROPÄISCHE INDIES LEGEN BERUFUNG GEGEN DIE SONYBMG FUSION EIN

Mo., 13.12.2004

Unabhängige Musikfirmen legen heute Berufung ein gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission vom 19 Juli 2004, die SonyBMG Fusion zu genehmigen. Der Einspruch erfolgt durch ihren in Brüssel beheimateter Interessenverband IMPALA, welcher über 2500 Mitglieder zählt. Ziel des Einspruchs ist die Annullierung der Entscheidung. Die Indies machten heute auch deutlich, dass ihr Einspruch begründet ist durch Fehler in der Rechtssprechung, falschen Abschätzungen sowie Schlussfolgerungen hinsichtlich einer kollektiven Dominanz im Tonträgermarkt, wie auch den Auswirkungen der Fusion auf den online Markt und auf die Vertriebe.
Nach Auffassung der Indies war die Entscheidung fundamental falsch. Der gesamte Musiksektor protestierte heftig als SonyBMG einfach so durchgewinkt wurde trotz dem Widerstand von Händlern, Plattenfirmen, Künstlern, Darstellern, online Firmen und Konsumenten. Dies war letztendlich mehr als erstaunlich, da zwei aufeinander folgende Marktstudien der Europäischen Kommission von 2002 und 2004 zu eindringlich formulierten Einwänden kamen, bei denen besonders auf das Problem der Marginalisierung der Indies aufmerksam gemacht wurde. Anstatt diesen Einwänden Gehör zu schenken, ließ die Kommission mit ihrer Entscheidung Europas Künstler, Kultur, Konsumenten sowie die Wirtschaft im Stich. Die Indies sind aber auch besorgt, dass diese Entscheidung ernsthafte Widersprüche in innerhalb der EU Politik offenbart.

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