BIONIC GHOST KIDS - HORRORSHOW

Mit der Vorstellung im Kopf, dass diese dreiviertel Stunde Musik und ihre Aufmachung nicht ganz ernst gemeint sind, macht das ganze jedenfalls umso mehr Laune. Bereits beim Intro wird einem klar, worauf man sich eingelassen hat. Und mit dem zweiten Song "Poison Ivy" sind wir auch schon beim Überhit der Band. Der noch leicht Breakdown-angehauchte Anfang geht schnell über in den ersten Dance-Part. Auch wenn die gepitchen Kinder-Singstimmen am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig sind; genau das macht den Reiz aus an Bionic Ghost Kids. Was folgt ist Ohrwurm an Ohrwurm, geprägt vom Wechsel atmosphärischen Diskoflairs mit Screamo-Electro. Man kann Tracks wie "Save The Last Dance" kitschig und geschmackslos finden, man kann sich aber auch eingestehen, dass es schlichtweg gut gemacht und originell ist. Das ganze kommt keineswegs billig oder gezwungen rüber, es macht einfach Spaß.
Stelle man sich jetzt bitte noch die wirklich grandiose Liveshow der (mit Eishockey-Masken anonymisierten) Jungs vor, auf der sie die Stimmung des Albums eins zu eins rüberbringen bzw. sogar noch toppen, hat man die Partybombe schlechthin. Auch wenn sie es mit Interludes, deren Sinn man nicht versteht, auf Horrorshow etwas übertreiben, ist diese CD wirklich für jeden einen Blick wert. Herauszuheben wären - neben den oben erwähnten Songs - "Soundtrack For Violence", "Buried Alive", "Horrorshow" und "Kill The Pain". Sogar eine sentimentale Ballade mit Frauengesang ("Delusion") bietet diese überaus abwechslungsreiche Kreation aus dem Untergrund der Hauptstadt. Neues Genre gefällig? Partycore!





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