BLACK TONGUE - BORN HANGEND

Wenn man schon beim ersten Titel, "Foreshadow", mit einer aus-dem-Keller-stammenden Stimme beglückt wird, dann kann man schon mal eine Freudenträne verdrücken. Dieser glückliche Moment wird aber nach dem 25 sekündigen Intro sofort zerstört, da einem hierbei mit brachialer Gewalt in die Weichteile getreten wird. Mit anderen Worten: der Anschlusstitel, "Waste", ist einfach nur genial. Der Einstieg ist eine Explosion, die Gitarren sind atmosphärisch tief, das Schlagzeug groovt und Gesang ist einfach das pure Böse. Beim nächsten Song werden dann tatsächlich nochmal ein paar Gänge runter geschalten, bevor es dann im Mittelteil etwas mehr zur Sache geht. Allgemein zeigen BLACK TONGUE, dass sie den Tempowechsel sehr wohl beherrschen, was den Songs eine gewisse Dynamik und Abwechslung verleiht. Die teils großartig platzierten Breakdowns setzen dem Ganzen dann natürlich noch die Krone drauf.
Erwähnenswert ist auch der vorletzte Song, "Coma". Hier gibt's nämlich Gesangsunterstützung von Matthew Jones. Seines Zeichens Frontmann der Band MARTYR DEFILED. Was soll man da noch groß sagen? Der Junge hat es einfach drauf und schafft es dem Song noch einen oben drauf zu setzen. Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Kehlkopfkrebsstimme von BLACK TONGUE auch noch dabei ist. Richtig Fett!
Im Prinzip fühlt sich "Born Hanged" wie ein gigantischer Vorschlaghammer an, der einem mehrmals durch das Gesicht gezogen wird. Die Breakdowns knallen ohne Ende, die Stimme kommt direkt aus der Hölle und der Groove wurde dabei auch nicht vergessen. Für mich definitiv eine der brachialsten EPs in diesem Jahr.
Pro
- großartige Breaks
- diese Stimme!
Kontra
-




