CELESTE - MORTE(S) NEE(S)

Auf "Morte(s) Nee(s)" setzen die Franzosen vor allem auf grandios böse, raue Midtempoparts, welche mit kalter Melancholie über den Hörer hinwegrollen. Ein gutes Beispiel dafür ist "En troupeau des louves en trompe l'oeil des agneaux", welches seine Gewalt grade durch das kontrastreiche Spiel zwischen atmosphärischer Boshaftigkeit und Melancholie entfaltet und durch präzise eingeworfene Instrumentalpassagen eine unglaubliche Spannung erzeugt, welche auch nach mehrmaligen Hören anhält. Diese Spannung wird bei "De sorte que plus jamais un instant ne soit magique", dem letzten Track dieses Albums, ins beinahe uferlose gesteigert, wobei zusätzlich relativ subtil Streicher zum Einsatz kommen und dem Album ein würdiges Finale bescheren.
Die gesamte Platte wirkt wie aus einem Guss, die facettenreiche Musik, die insgesamt großartige Produktion und das aufwendige und wirklich sehenswerte Artwork lassen dieses Album zu einem atmosphärisch stimmigen Gesamtkunstwerk werden. Wer Neurosis vor allem zu Zeiten von "Through Silver in Blood" mochte und sich auch harschem Black Metal nicht abgeneigt fühlt, wird diese Platte lieben. Ich persönlich würde dieser Platte ein glatte 10 geben, werde aber auf Grund meiner Befangenheit die Bewertung auf eine 9 runterbrechen.





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