CHELSEA GRIN - ASHES TO ASHES

Fortschritt mag ja schön und gut sein, aber wenn man es übertreibt kann es ganz schnell nach hinten los gehen. Und was soll man sagen. CHESLEA GRIN machen genau da weiter, wo sie bei "Evolve" aufgehört haben. Viele Fans werden jetzt wahrscheinlich in Tränen ausbrechen, aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht. Die Keyboards sind zwar noch da, dafür wurden aber die Clean Vocals auf ein Minimum zurück geschraubt bzw. nahezu komplett verbannt.
"Ashes to Ahes" beinhaltet 15 (!) Songs, was für eine Deathcore-Platte eine erhebliche Anzahl ist. Natürlich birgt dies auch ein paar Probleme. Beispielsweise ist es relativ schwierig einen wahren Lichtblick zu finden. Der erste Song "Playing with Fire" zeigt schon mal eindrucksvoll in welche Richtung es gehen kann. Technische Spielereien, eine starke Stimme und eine gewissen Eingängigkeit sorgen für einen starken Einstieg. Leider können CHELSEA GRIN dieses Niveau nicht ganz halten, denn ein Großteil wirkt ein wenig erzwungen. Soll heißen: Sie haben drei Äxte und sie wollen unbedingt zeigen, dass sie damit auch etwas anfangen können. Somit wirken viele Songs sehr progressiv. BORN OF OSIRIS lassen grüßen.
CHELSEA GRIN haben mit "Ashes to Ashes" etwas erschaffen, was sich zwischen der "Evolve EP" und "My Damnation" befindet. Alex Koehlers Stimme ist wie immer überragend, die Breakdowns knallen teilweise auch ordentlich und einige Songs zeugen von großer Qualität. Leider mussten CHELSEA GRIN auch einen Großteil ihrer Durchschlagskraft einbüßen.
Pro
- wenn es knallt, dann ordentlich
- viele Spielereien
Kontra
- Quantität statt Qualität?
- die altbekannte CHELSEA-GRIN-Brutalität fehlt stellenweise




