COALESCE - OX
Eintragen am: 30.05.2009
Im zarten Alter von 15 Jahren, als Metalkid mit Hip Hop-Vorlieben, hatte man mir grad Biohazard schmackhaft gemacht. Diese und Sick of it All waren damals so das, was ich unter Hardcore verstand und kannte. Wäre da nicht mein Schulfreund Merlin gewesen, der mir eines Tages eine als Fehlkauf bedauerte Coalesce CD in die Hand drückte, mit der Bemerkung: "Hier, die kannste haben, das ist mir zu extrem, aber dir könnte es gefallen." So landete '0:12 Revolution in just listening' in meinem CD Player und auch wenn sie mich zunächst überforderte, siegte im Endeffekt schnell die Neugierde und Begeisterung über das, was da geschah. So formte diese Scheibe von diesem Punkt an meinen Musikgeschmack, brachte mich schnell auf Relapse, und damit auf Bands wie Burnt by the Sun und The Dillinger Escape Plan. Von daher ist meine Beziehung zu Coalesce durchaus eine besondere und die, nennen wir es mal Reunion, auch eine der wenigen, bei der ich nicht die Nase rümpfe.
Zurecht, stellt sich schon beim Opener 'The Plot against my Love' heraus. Coalesce klingen angepisst wie früher und die verstrichene Zeit und verblichenen Trends und Strömungen haben genau überhaupt keinen Einfluss auf die Musik der Band gehabt. Wundern tut mich das zwar nicht, erfreuen aber dennoch. Es fällt schwer die Musik von Coalesce zu kategorisieren, geschweige denn zu beschreiben. Der Versuch beschränkt sich wohl darauf, dass es sich um groovenden, vertrackten und chaotischen Hardcore handelt, der eine deutliche New School Schlagseite hat, was bei der Zeit aus der diese Band kommt auch nicht weiter verwundert. Was mir positiv auffällt ist, dass die Songs auf 'OX' rein musikalisch gesehen teilweise noch an Tiefe zugelegt haben. So sind einige Songs wirklich sehr düster und schleppend ausgefallen, stellenweise eingesetzte Synthies oder Clean Vocals untermauern den Eindruck noch. Die Gitarren sind ordentlich tiefergelegt und der Bass schnarrt sehr präsent im Vordergrund, was mir sehr gut gefällt. Ein paar akustische Intros oder das Anfangs an Samuel Jackson's 'Black Snake Moan' angelegte 'Wild OX Moan' geben der Platte einen bluesigen Charakter. Und der steht ihr verdammt gut. Ansonsten sind Kotzbrocken wie 'In my Wake, for my own' oder der stampfende Rausschmeisser mit seinen Chören absolute Highlights.
Coalesce machen jedenfalls dort weiter, wo sie aufgehört haben. Die 'Salt and Passage' 7" hatte es angedeutet und 'OX' setzt konsequent fort, was vor Jahren schon beendet war. Das sich in der Zeit musikalisch nicht viel geändert hat, spricht für die Integrität der Band. Coalesce klingen zeitlos und vor allem emotional ehrlicher als die ganzen Hipster-Bands da draußen, nach deren Reunions in 10 Jahren kein Hahn krähen würde. Ich als Fanboy bin jedenfalls von 'OX' begeistert, denn die Band hat nichts an Relevanz und Qualität eingebüßt. Und mein alter Schulfreund Merlin ist heute auch Coalesce-Fan.

Zurecht, stellt sich schon beim Opener 'The Plot against my Love' heraus. Coalesce klingen angepisst wie früher und die verstrichene Zeit und verblichenen Trends und Strömungen haben genau überhaupt keinen Einfluss auf die Musik der Band gehabt. Wundern tut mich das zwar nicht, erfreuen aber dennoch. Es fällt schwer die Musik von Coalesce zu kategorisieren, geschweige denn zu beschreiben. Der Versuch beschränkt sich wohl darauf, dass es sich um groovenden, vertrackten und chaotischen Hardcore handelt, der eine deutliche New School Schlagseite hat, was bei der Zeit aus der diese Band kommt auch nicht weiter verwundert. Was mir positiv auffällt ist, dass die Songs auf 'OX' rein musikalisch gesehen teilweise noch an Tiefe zugelegt haben. So sind einige Songs wirklich sehr düster und schleppend ausgefallen, stellenweise eingesetzte Synthies oder Clean Vocals untermauern den Eindruck noch. Die Gitarren sind ordentlich tiefergelegt und der Bass schnarrt sehr präsent im Vordergrund, was mir sehr gut gefällt. Ein paar akustische Intros oder das Anfangs an Samuel Jackson's 'Black Snake Moan' angelegte 'Wild OX Moan' geben der Platte einen bluesigen Charakter. Und der steht ihr verdammt gut. Ansonsten sind Kotzbrocken wie 'In my Wake, for my own' oder der stampfende Rausschmeisser mit seinen Chören absolute Highlights.
Coalesce machen jedenfalls dort weiter, wo sie aufgehört haben. Die 'Salt and Passage' 7" hatte es angedeutet und 'OX' setzt konsequent fort, was vor Jahren schon beendet war. Das sich in der Zeit musikalisch nicht viel geändert hat, spricht für die Integrität der Band. Coalesce klingen zeitlos und vor allem emotional ehrlicher als die ganzen Hipster-Bands da draußen, nach deren Reunions in 10 Jahren kein Hahn krähen würde. Ich als Fanboy bin jedenfalls von 'OX' begeistert, denn die Band hat nichts an Relevanz und Qualität eingebüßt. Und mein alter Schulfreund Merlin ist heute auch Coalesce-Fan.
Pro
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Kontra
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