DARK TRANQUILITY - CONSTRUCT

Es beginnt eher düster und schleppend, wie von "Dark Tranquility" gewohnt, und somit wenig spektakulär. Von einer "auffälligsten Sammlung von Songs, die die Band je produziert hat", wie es im Infosheet steht, fehlt jede Spur. Geboten werden zwar schöne tragende Melodien und jede Menge Göteborger Riffs. Dazu fügt sich die Stimme des Sängers perfekt in das Gesamtbild mit ein. Aber letztlich ist das nichts, was die Vorgänger nicht auch geboten hätten. Erst ab der Mitte nimmt das Album mit Songs wie "Apathetic" wieder Fahrt auf und zeigt, dass "Dark Tranquility" doch mehr können als ein und den selben Stil über Jahre zu produzieren. Mit "What You Only Know" kommt dann eine echt starke Hymne daher, welche mit cleanen Gesang startet und sich nach hinten raus immer weiter steigert - bis die Gitarren eine wahre Flut an Emotionen freilassen und den Hörer zum Träumen einladen.
An diese kleinen Momente bzw. einzelnen Songs muss ich mich jedoch klammern, da der Rest der Scheibe leider nur solide daherkommt und dem bereits erwähnten "Charakter" Album nicht das Wasser reichen kann. Fans sollten auf jeden Fall mal reinhören. Ich find "Construct" doch ein Stück weit besser als den Vorgänger "We Are The Void".
Pro
- 2-3 starke Songs die etwas heraus stechen
- Gute Produktion...
Kontra
- ...wie jedoch bei jeder Platte
- Kaum Neuerungen




