DEATH BEFORE DISHONOR - BETTER WAYS TO DIE

Fronter Bryan kläfft sich durch elf Songs, die allesamt die Zweieinhalb-Minuten-Grenze im Durchschnitt kaum überschreiten oder gar nicht erst an sie heranreichen. Die Crew in seinem Nacken scheint zu jedem verbalen Einwurf bereit und sich auch für "Woohoo"-Chöre niemals zu schade (mitreißend: "Our Glory Days"); in Boston regiert der Punk, zumindest scheint sich die Gewichtung von Punk- und Tough-Guy-Anteil ein wenig in diese Richtung verlagert zu haben.
Unverändert hingegen bleibt der Genrepool, aus dem des Öfteren geschöpft werden darf. Hin und wieder sorgen gekonnt eingeflochtene Metal-Versatzstücke für Melodie, Abwechslung und natürlich das "Neu" im New-School-Klangbild (Gänsehaut: "Remember"), ohne aber den letzten Schritt zu wagen, den Hatebreed in den Augen Vieler zu weit in Richtung Metal gegangen sind; Metal ja, Metalcore nein.
Unterm Strich gibt es also elf mal Death Before Dishonor, kurz und knackig, wenn auch keine Offenbarung und stellenweise etwas austauschbar, doch vollkommen egal, ob man gereckte Fäuste, kollektive Shout-Outs oder die Moshpit-Vollbedienung will, wer sucht, der findet auch, denn hier wird wirklich jeder Vorliebe entsprochen (von allem etwas: "Black Cloud").
Weitere Anspieltipps sind unnötig. "Better Ways To Die" ist eine überzeugende Platte, die man sich bedenkenlos im Ganzen geben kann und dabei nicht einmal eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Dabei kann man nur gewinnen.





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