DRYCONDITIONS - INTO THE NIGHT (BLACK LIGHT)

Die Vorzeichen stehen gut: Eine gute halbe Stunde lang sorgen insgesamt zwölf Tracks für solide bis überdurchschnittliche Unterhaltung. Kurzweil im Mid-Tempo-Bereich und bewährter Gesang irgendwo zwischen punkigen Hymnen und rockigen Shouts, Einflüsse aus dem Hartkern-Bereich sind regelrecht allgegenwärtig, aber nur selten dermaßen präsent, dass man die gebotenen Stücke der Post-Hardcore-Schublade zuordnen könnte. Abgerundet wird das Gesamtbild durch instrumentale Einlagen; abwechslungsreich, durchaus ansprechend, doch auch wenn der eine oder andere Song erfolgreich zündet, nichts, aber auch gar nichts von alldem überdauert die Laufzeit der CD.
Gute Vorzeichen sind eben nicht alles und so kreiert "Into The Night (Black Light)" zuerst das Wohlgefallen, um sich anschließend wieder gänzlich darin aufzulösen. Durchschnittskost, gut umgesetzt, aber zu egal, um dauerhaft begeistern zu können.
Textlich bewegen sich Dryconditions zwar auf nicht ganz unberührten Pfaden, doch bereits der erste Blick ins Booklet verrät, dass selbst häufig verarbeitete Themen von einer gewählten Ausdrucksweise nur profitieren können; "Take me down the empty road / My pockets filled with heavy notes of you" ("Teenage Sundown").
Anspieltipps sind der Opener "Against Panic!" und "City Sind Rondo", das komplette Album lässt sich derzeit noch kostenfrei online anhören. Der entsprechende Link zum Stream ist auf dem MySpace-Profil der Band hinterlegt.




