DYST - JUDGES AND BUTCHERS

Für den ziemlich speziellen Sound der Platte war Tommy Akerholdt, Produzent von u.a. Turbonegro verantwortlich. Wo bei anderen Bands des Genres der Trend eher zum Triggern der Drums und Abschneiden der Gitarren hingeht, klingt "Judges And Butchers" wesentlich ehrlicher.
Die Stimme von Sänger Joakim Vindenes ist absolut einprägsam, auch wenn er nicht viel ausprobiert und meist in der gleichen Tonlage bleibt. Ein paar tiefere oder höhere Shouts würden der Band sicherlich gut tun, aber das nur am Rande. "Black Waves" und "Green Pastures" schenken dem Album hingegen seine absolut epischen Momente und auch der gewählte Einsatz von dezenten Keyboards und Effekten in Tracks wie "Sailors Grave" und "Blot The Blood" setzen den groovigen Riffs der fünf Skandinavier das i-Tüpfelchen auf.
Für ein Debut Album ist "Judges And Butchers" ein absoluter Kracher. Für mich ein weiterer Beweis dafür, dass Metalcore immer noch äußerst erfrischend sein kann. Mehr davon!
Pro
- authentischer Sound
- kurzweiliges Songwriting
- böse, so wie emotional
Kontra
- zu wenig Abwechslung im Gesang
- teilweise fast zu eigensinnig




