HAWTHORNE HEIGHTS - MIDWESTERNERS: THE HITS

"Midwesterners: The Hits" enthält je fünf Songs vom ersten und zweiten Album, vier Titel von der dritten Scheibe und zwei B-Seiten-Stücke ("Silver Bullet" als Akustikversion und "Angels With Even Filthier Souls" aus den Tagen als HH noch "A Day in the Life" hießen). Eingefleischte Fans kennen wahrscheinlich schon alle Titel und werden hier leider nicht so richtig auf ihre Kosten kommen. Sinnvoll scheint diese Zusammenstellung lediglich für Nostalgiker und Genre-Neulinge. Damit wären wir auch endlich bei der "Genre-Frage" angekommen, der Apologeten und Hater dieses Musikstils wahrscheinlich schon vom ersten Wort dieser Besprechung an entgegengefiebert haben. Ich mache es kurz: EMO sind für mich Bands wie Native Nod, SCREAMO Truppen wie Orchid, Honeywell und Heroin. Alles, was nach Y2K von großen Labels wie Victory Recs. unter diesen Genrebezeichnungen veröffentlicht wurde, ist meiner Meinung nach melodischer Poprock mit gelegentlichen Kreischeinlagen. Auch wenn es sich nicht so anhört, so bestehe ich doch darauf, dass diese Aussage keinen wertenden Charakter hat!
Hawthorne Heights gehören zweifelsohne zu den besseren Vertretern ihrer Zunft und beweisen dies auch auf dieser Best-of-Compilation. Mal straight rockend, mal beschwingt poppig, stets aber hochmelodiös und mit dem richtigen Gespür für den Hook zelebrieren sie hier 16 Hits aus den ersten sieben Jahren ihrer Bandgeschichte. Mit diesen Songs und einer Leistungs- und Opferbereitschaft, die vielen sogenannten Hardcore-Bands vollkommen fremd ist, sind sie zu einer der prägenden Bands dieser Sparte geworden. Hoffen wir, dass sie in Zukunft nie wieder Songs wie "Four Become One" (R.I.P. Casey Calvert) schreiben müssen und ihren Fans noch einige hymnenhafte Rockperlen bescheren werden.




