IN BLOOD WE TRUST - ON THIN ICE

Hat die CD erst einmal angefangen, ihre Runden zu drehen und der Hörer die zwei, ganz recht, zwei Intros sowie den "Aces High" betitelten Erstling überstanden, der noch in gewohnter Beatdown-Manier aus den Lautsprechern mosht, so dröhnen "Deeper Than Blood" und "S.F.P." anschließend überraschend Old-School-lastig. Die Mosh-Anteile treten in den Hintergrund und sind lediglich das Tüpfelchen auf dem I, das von schnellen Shouts, enthusiastischem Gruppengeschrei und viel, viel Tanz dominiert wird.
In Blood We Trust zeigen sich in der Lage, dieses Niveau für die verbleibende Dauer des Albums aufrechtzuerhalten und schaffen darüber hinaus noch Platz für Reduction-Stimme Samis, der einige Zeilen zu "Get Lost" beisteuert. Was auf "On Thin Ice" zelebriert wird klingt gut, nutzt sich jedoch zügig ab und zehrt leider am Wiedererkennungswert der einzelnen Songs, die, wenn man sie voneinander losgelöst hört, Spaß machen, in der Masse von acht "vollwertigen" Titeln aber oft verschwimmen.
Möchte man zu einer Schlussfolgerung finden und an die anfänglichen Überlegungen anknüpfen, so lässt sich zusammenfassend festhalten, dass "On Thin Ice" seine Fans mit Sicherheit nicht erst finden muss. Meine Empfehlung richtet sich aus diesem Grund an all diejenigen, die bislang die Stirn gerunzelt haben: Schenkt diesem Album euer Gehör und die Möglichkeit, euch von seinen Vorzügen zu überzeugen. Anspieltipps sind "Deeper Than Blood", "Strong City" und der Titeltrack.





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