KYO:MA - 6:10

Eine Band, die sich so wehement um eine eigene Identität bemüht, ist über alle Maßen sympathisch und das macht es umso bedauerlicher, dass dieses Konzept zwar angenehm frisch klingt, was aber vielversprechend beginnt, krankt an der erschwerten Zugänglichkeit gepaart mit der Monotonie, die sich auch dann nicht vermeiden lässt, wenn die sich wiederholenden Stilmittel innovativ und ungewöhnlich erscheinen. Ganz anders als die musikalische Bandbreite, fällt die Ausstattung dieser Veröffentlichung deutlich weniger üppig aus. So hätten die fehlenden Songtexte schon einiges mehr an Aufschluss zugelassen, worauf man mit "6:10" hinaus will. Die Intentionen entziehen sich jedoch nicht gänzlich einer sachlichen Auseinandersetzung: Wer sich auf der Homepage der Band umsieht, dem wird auch der Blick auf die Textinhalte der einzelnen Songs gewährt und siehe da, der Funke springt schon schneller, getreu dem Motto "Zünde dein Herz! Zünde deine Hoffnung! Zünde deine Wut! Vom Funken bis zur Glut!" ("Zeitzünder").
[kyo:ma] verdienen es, ausgecheckt zu werden. "6:10" ist ein interessantes, ein vielschichtiges Debüt, dem es nur ein wenig am Durchhaltevermögen mangelt. Die Tracks "Zeitzünder" und "When Evil Prevails" stehen der Allgemeinheit auf dem MySpace-Profil der Band zur Verfügung.





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