OCEANSIZE - FRAMES
Eintragen am: 28.01.2008
Oceansize sind nun seit ein paar Jahren recht präsent auf der euopäischen Musik-Landkarte. Die Vorgänger-Alben wurden von Lob überschüttet und fanden Anklang bei Fans von Radiohead bis Isis. Die Kritiken zur neuen Scheibe "Frames" waren bisher überraschend mäßig und zum Teil sogar recht negativ ausgefallen, was mich stark verwunderte, da sie ja nun bisher mehr so everybody's Darling waren.
Noch mehr verwundert mich das Ganze jetzt, wo ich diese Platte seit einigen Wochen immer mal wieder auf Rotation habe. Oceansize sind noch ausufernder, verspielter, filigraner und bombastischer geworden, als das bisher der Fall war. Die drei Gitarren greifen wundervoll ineinander und kreieren pompöse, aber dennoch feinfühlige Melodien. Da drängt sich nichts auf, alles hat ein perfektes Level. Im Gegensatz zur letzten Platte, die ich über weite Strecken als relativ radiotauglich empfand und die auch nicht so ganz an ihr Debüt "Effloresce" rankommen wollte, ist "Frames" nun wirklich kaum mehr in ein Radio-Gewand zu stecken, ohne dabei allerdings an Eingängigkeit zu verlieren. Denn der kürzeste Song hat schon epische 6:30 min auf seiner Seite und alles weitere erstreckt sich auf bis zu gut 11 Minuten. Das fordert natürlich einiges vom Hörer, vor allem mal Aufmerksamkeit und den Willen, sich Zeit zu nehmen und hinzugeben. Belohnt wird man mit wahnsinnigen Arrangements, die trotz ihrer epischen Ausmaße wie schon gesagt sehr eingängig sind. Überraschungen wie das erstaunlich harte "Sleeping Dogs and dead Lions", welches mit Light-Meshuggah-Riffs ganzschön auf den Schlamm haut, entschädigen dabei ebenso für die geopferte Zeit, wie sehr experimentelle Momente ("Only Twin") und orchestrale Parts, die den Songs öfters genau die letzte Ölung geben. Über all dem schwebt die souveräne Stimme des Frontmanns, der über alle Zweifel erhaben ist und eigentlich immer genau das Richtige tut. Im schon erwähnten "Sleeping Dogs..." wird sogar mal geschrien, aber das bleibt eine Ausnahme und ist auch sonst nicht weiter notwendig.
Schlussendlich kann ich mich der etwas tristen Meinung vieler Kritiker nicht anschliessen. Mit "Frames" haben Oceansize die Perfektion ihres bisherigen Schaffens erreicht. Diese Platte ist ausschweifend, eingängig aber anspruchsvoll, verspielt und experimentell, mal bombastisch, mal filigran...kurz gesagt definiert sie den Begriff "dynamisch" wie kaum eine andere Platte in letzter Zeit. Fans von Sigur Ros, Dredg, 65daysofstatic, Mogwai oder Isis sollten hier Interesse und Zeit investieren...es lohnt sich!

Noch mehr verwundert mich das Ganze jetzt, wo ich diese Platte seit einigen Wochen immer mal wieder auf Rotation habe. Oceansize sind noch ausufernder, verspielter, filigraner und bombastischer geworden, als das bisher der Fall war. Die drei Gitarren greifen wundervoll ineinander und kreieren pompöse, aber dennoch feinfühlige Melodien. Da drängt sich nichts auf, alles hat ein perfektes Level. Im Gegensatz zur letzten Platte, die ich über weite Strecken als relativ radiotauglich empfand und die auch nicht so ganz an ihr Debüt "Effloresce" rankommen wollte, ist "Frames" nun wirklich kaum mehr in ein Radio-Gewand zu stecken, ohne dabei allerdings an Eingängigkeit zu verlieren. Denn der kürzeste Song hat schon epische 6:30 min auf seiner Seite und alles weitere erstreckt sich auf bis zu gut 11 Minuten. Das fordert natürlich einiges vom Hörer, vor allem mal Aufmerksamkeit und den Willen, sich Zeit zu nehmen und hinzugeben. Belohnt wird man mit wahnsinnigen Arrangements, die trotz ihrer epischen Ausmaße wie schon gesagt sehr eingängig sind. Überraschungen wie das erstaunlich harte "Sleeping Dogs and dead Lions", welches mit Light-Meshuggah-Riffs ganzschön auf den Schlamm haut, entschädigen dabei ebenso für die geopferte Zeit, wie sehr experimentelle Momente ("Only Twin") und orchestrale Parts, die den Songs öfters genau die letzte Ölung geben. Über all dem schwebt die souveräne Stimme des Frontmanns, der über alle Zweifel erhaben ist und eigentlich immer genau das Richtige tut. Im schon erwähnten "Sleeping Dogs..." wird sogar mal geschrien, aber das bleibt eine Ausnahme und ist auch sonst nicht weiter notwendig.
Schlussendlich kann ich mich der etwas tristen Meinung vieler Kritiker nicht anschliessen. Mit "Frames" haben Oceansize die Perfektion ihres bisherigen Schaffens erreicht. Diese Platte ist ausschweifend, eingängig aber anspruchsvoll, verspielt und experimentell, mal bombastisch, mal filigran...kurz gesagt definiert sie den Begriff "dynamisch" wie kaum eine andere Platte in letzter Zeit. Fans von Sigur Ros, Dredg, 65daysofstatic, Mogwai oder Isis sollten hier Interesse und Zeit investieren...es lohnt sich!
Pro
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Kontra
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