SHOEMAKER LEVY 9 - PANTHEON

Von der ersten Sekunde an gibt es quasi kein Halten...in irrwitzigem Tempo knallt "Cerebral Dysfunction" aus den Speakern, mal hier und dort von sehr kurzen, jazzig angehauchten Mini-Breaks unterbrochen. Diese folgen auch in den kommenden Songs, doch erst bei "Compassion" reitet man mal ein bisschen mehr auf jazzigen Gitarren herum. Schade eigentlich...ein paar mehr dieser Passagen hätten "Pantheon" durchaus wohlgetan. Spätestens hier sollte einem der unmenschliche Drummer aufgefallen sein. Man neigt schon dazu, sich zu fragen, wie der gute Mann das wohl live so rüberbringt. Nach dem auf dem Myspace-Profil bereists im Vorfeld veröffentlichen Song "Claustrophobic Control" folgt mit "Absense" eine Verschnaufpause in Form eines mit Streichern versetzten Interludes, welches zum Ende hin allerdings recht bedrohlich klingt. Der Rausschmeisser glänzt nochmal mit einer derben Mischung aus Chaos und Free Jazz und schon ist die Scheibe nach grade mal gut 22 Minuten vorbei.
Fazit: "Pantheon" ist eine unglaubliche Platte, die einem öfters mal großes Staunen abringt und Begeisterung entlockt. Wären die vereinzelten Jazz-Parts wie bei "Compassion" noch ein bisschen breiter ausgelatscht, könnte das diesem Album eigentlich nur gut tun. Ich wage einfach mal, hier und heute zu prophezeien, dass die Franzosen auf ihrem Gebiet das "nächste große Ding" werden. So bekommen Shoemaker Levy 9 passenderweise 9 satte Punkte von mir für eine Macht von Album, das leider nach viel zu kurzer Zeit schon wieder vorbei ist. Einigen dürften diese 22 Minuten allerdings locker reichen...




