THY WILL BE DONE - IN ANCIENT OF DAYS

Was auf den ersten 4 Tracks geliefert wird ist zäh. Sehr zäh. Ich kann nicht einmal wirklich in Worte fassen, wie kalt mich diese ersten Minuten ließen. So war ich umso erstaunter, als sie mit "Ex Morta Vita" einen durchaus genussvollen Song präsentierten und ich sofort wieder meine Ohren spitzen konnte. Die Vocals variierten zwischen growligen Shouts und mediokeren Screams, aber wie schon erwähnt, kitzelten die ersten Instrumentalbeiträge wenig. Trotzdem lässt es den Zuhörer bis dahin immer noch skeptisch, was man vom Kommenden halten soll. "Machineries Of Debt" ist ein ähnlich guter Titel, eventuell sogar noch besser als "Ex Morta Vita"; simpel, aber trotzdem genau richtig. Zum Ende hin kamen dann die ganzen schnelleren Songs, die zwar noch schlichter waren, als die vorherigen Lieder, aber dennoch mehr gefielen als die Midtempo-Ergüsse vom Beginn. Der kaum sichtbare rote Faden, war wohl die Nutzung verschiedenster Soli, die das ganze Album über etwas die Ohr durchspülten.
Was man der Platte zusprechen kann, ist auf jeden Fall der Fakt, dass man durchaus mit unterschiedlichsten Geschwindigkeitsbegrenzungen fahren kann, aber ein Fan, der auf die volle Portion steht, wird sich wohl kaum finden. Ich bevorzugte zwar die 2. Hälfte, doch kommen Anti-Ichs ebenfalls auf ihre Kosten. Ein durchwachsenes Album, mit wenig kreativen Aufschwüngen, aber kleinen Highlights. Dass sie in der Mitte von "In Ancient Of Days" die Kurve finden, und Hörer nicht zu Tode grooven mit simplen Strukturen, rechne ich der Band hoch an und so kann ich nüchterne 6 Punkte vergeben.





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