WALTARI - BLOOD SAMPLE
Eintragen am: 21.03.2006
Dann fall ich gleich mal mit der Tür ins Haus. WALTARI und Blood Sample werden wohl auch zukünftig in meinem Player nicht laufen. Schon beim, in finnisher Sprache gesungenen, Opener wollte ich die CD wieder rausnehmen, was bitte ist das denn? Dennoch muss ich zugeben, das mich vorallem das riesige Abwechslungsreichtum der Finnen erstaunt und überrascht hat. Jeder Track ist anders und im Grunde hört man schon nur deswegen die CD beim ersten Hören durch, um zu wissen was sich WALTARI beim nächsten Track haben einfallen lassen. Verschiedenste Stile und Gesangsarten prallen hier aufeinander, ob Grindparts, depressiver Gesang, melancholisch, poppig, flippig, deftig oder irgendetwas zwischen Bon Jovi, Guns'n'Roses und den aktuellen Jamba Klingeltoncharts. Dann kommt halt mal wieder ein Song im HipHop/Crossover Design aus den Boxen mit Scratchings und und und - wirklich die aufgefahrene Palette ist enorm lang. Mein Gott, und das haben die Finnen schon ganze 20 Jahre gemacht? Erstaunlich das das so funktioniert, Respekt! Die fast 80 minütige Platte mit den 17 Songs ist dann aber auch schneller rum als man denkt, hier und da hervorragende Metalpassagen und erstklassige Melodien, dennoch ist WALTARI irgendwie nichts für mich. Dafür wird mir zu viel zwischen den Sparten gesprungen, wenn sogar Technosamples im Hintergrund krachen oder Songs wie "Exterminator Warheads" jeder brachialen Grindband trotzen, ist mir das echt zu viel des Guten. Wer WALTARI kennt und bisher mochte wird den neuesten Output wohl genauso lieben. Für mich war Blood Sample die erste Begegnung mit den Finnen und zitiere da mal Andy (Caliban Sänger) aus der Rockpalast Show "Man muss alles mal mitgemacht haben". Für das riesige Spektrum an Abwechlsung gibts von mir 5 Punkte.

Pro
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Kontra
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