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THE BUNNY THE BEAR - FOOD CHAIN

Eintragen am: 27.03.2014

THE BUNNY THE BEAR ist eine Band die komplett an mir vorbei gegangen ist. Das liegt vielleicht daran, dass sie nicht großartig in Europa unterwegs sind oder weil sie Kindergeburtstagsmasken tragen, weshalb ich sie schon mal gar nicht ernst nehmen kann. Angeblich bedienen sie sich des Post-Hardcore und interessanterweise schaffen sie es jedes Jahr ein Album zu veröffentlichen. Mir liegt hier das jüngste Release "Food Chain" vor, mal sehen auf was ich mich da eingelassen haben?!?

Vorab kann ich aber gleich sagen, richtig objektiv kann ich an die Platte nicht rangehen, dafür wurde ich viel zu schnell vom Material genervt. Die ersten beiden Songs sind noch ganz ok, spätestens ab dem cleanen Part in "The Seeds We Sow" ist bei mir allerdings der Ofen aus. Sie klingen nicht nur abartig, sondern sind zu allem Überfluss auch noch überproduziert, teilweise weinerlich und langweilig. Da helfen auch die anfänglich guten Growls und Samples nicht hinweg. Zudem werden die cleanen Parts in jedem, wirklich jedem Song(!), des Albums verwurstet. So kann man auch gute Ansätze im Keim ersticken.

Kommen wir nun zu den elektronischen Parts. Hier hatte ich den Eindruck, dass die "Musiker" auf irgendwelchen Tasten des Keyboards eingeschlagen haben oder die anwesende Belegschaft bei der Produktion betrunken war. Wahrscheinlich trifft beides zu. Das klingt nach Kindergeburtstag oder Schlager ("First Met You"). Über die Gitarren und das Schlagzeug brauche ich gar nicht reden. Die sind ungefähr so interessant wie sechs Stunden BIBEL TV. Ach, und hatte ich schon erwähnt, dass die cleanen Vocals zum Erbrechen sind? Ich weiß nicht, wer dafür verantwortlich ist, aber der Typ hat definitiv keine Eier mehr. Der beste Song ist übrigens "Skyscrapers". Das liegt aber daran, dass da eine andere weibliche Stimme singt und man somit die beiden maskierten Witzfiguren nicht ertragen muss.

Irgendwie wirft dieses Album eine Menge Fragen auf: Warum wird solche Musik überhaupt gemacht? Wissen THE BUNNY THE BEAR, dass ihre Masken lächerlich aussehen? Warum lässt Victory Records so etwas zu? Wer kauft das? Aber vielleicht liegt es auch an mir. THE BUNNY THE BEAR schweben vermutlich auf einer Ebene, die ich nie erreichen werde. Egal. Ich würfle jetzt einfach mal die Wertung.

 

Pro
  • bester Part ab 38:39
Kontra
  • "Gesang" zum Erbrechen
  • Kindergarten-Samples
  • langweilige Instrumente
Wertung: 4 / 10 Punkte
FlowRyan
Autor: FlowRyanRegistriert: 21.01.2014 - Verfasste Artikel: 26 - Forenposts: 27 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 18.03.2014

Spielzeit: 38:40 min

Label: Victory Records www.victoryrecords.com

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Food Chain
02. The Seeds We Sow
03. Cancer
05. Pale Green Eyes
06. So Smooth, So Appealing
07. A Mother's Love
08. First Met You
09. Skyscrapers
10. Flying Like A Bird
11. High Tides And Swimming Conditions
12. Lost

Discografie:

The Bunny The Bear (cd -2010)
If You Don't Have Anything Nice To Say (cd - 2011)
The Stomach For It (cd - 2012)
Stories (cd -2013)
Food Chain (cd - 2014)