AIDEN - CONVICTION

Das Album ist sehr abwechslungsreich und dennoch abolut homogen und stimmig in sich. Es lebt von seiner unglaublichen Atmosphäre. Sanfte Synthie- oder auch Pianoklänge, wie bei "One Love" finden sich eingebettet in poppigen und stets hitverdächtigen Emo Songs. Dazu kommt dieser leichte düster-romantische Touch einer melodischen Goth Rock Band wie beispielsweie HIM, der zum einen auf insturmentalem Weg, oft aber auch schon allein durch den Gesang von Wil Francis hervorragend in die Songs eingebracht wird. Diese Stimmung verleiht dem Album das gewisse Etwas. Sehr charakteristisch dafür ist vor allem das Lied "Moment".
Konnte man bei "Nightmare Anatomy" noch Vergleiche zu anderen Bands, wie beispielsweise Story of the Year, Finch zu ihren "what it is to burn"-Zeiten oder auch Silverstein ziehen, so wird das bei "Conviction" viel schwerer. Vom Pop-Charakter her fallen mir da die letzten beiden Alben von Funeral for a Friend ein, aber bei der hier vorliegenden Platte herscht eine vollkommen andere Grundstimmung vor. Von den Vergleichen mit aktuellen Veröffentlichungen von My Chemical Romance oder AFI halte ich recht wenig. Lediglich der Song "Son of Lies" erinnert ein bisschen an die "december underground" Scheibe. Er ist auf jeden Fall der härteste Song des Albums und fällt speziell durch die fast schon unpassend aggressiven Vocals beinahe ein bisschen aus dem Rahmen des Albums. Nichtdestotrotz könnte ich mir gerade bei diesem Lied vorstellen, dass es der Hit der Platte wird, auch wenn es nur bedingt stellvertrend für den Rest der Songs steht. Die Tanzflächen altenativer Clubs dürften dabei jedenfalls gut gefüllt sein.
Vielleicht zündet, das Album nicht bei jedem sofort, aber man lernt es schnell lieben, da die Songs einfach wirklich wunderschön sind. Die Fans der vorangegangenen Veröffentlichungen dürften trotz der kleinen Stilveränderung Gefallen an "Conviction" finden. Und alle, die Aiden bisher nur als Modeopfer und Begünstigte eines Teenie-Hypes angesehen haben, sollten spätestens jetzt einsehen, dass die Band wesentlich mehr drauf halt, als ein schickes Make Up.





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