ENDNOTE - NEBEN DEM LICHT

Die fünf Jungs gehen andere Wege. Wer immer nur in fremde Fußstapfen tritt hinterlässt schließlich keine eigenen Spuren. Man setzt nicht auf altbewährte Muster, von denen man schon weiß, dass sie funktionieren.
Bei Endnote reichen sich New Schoolige Hardcore-Parts mit dissonanten Mathcore-Einlagen die Hand, umrandet von passioniertem Schrei-Gesang und einigen wenigen Clear-Vocals. Dabei behält die Band immer auch einen gewissen Metal-Anteil bei und besonders die teilweise Blackmetal-artige Gitarrenarbeit verleiht der Musik eine unbeschreibliche Atmosphäre, die zum einen leidenschaftlich, emotional und mitreißend ist, auf der anderen Seite aber auch enorm düster, beklemmend und beängstigend wirkt.
Textlich geht es ausschließlich in deutscher Sprache um alles was die menschliche Seele bewegt und in Abgründe stürzen kann, egal ob es psychischer oder materieller Natur ist, um Zwischenmenschliches und um das eigene sowie fremde Verhalten oder Fehlverhalten.
In letzter Zeit hat es selten eine CD länger als zwei Durchläufe in meinem Autoradio ausgehalten, aber Endnote haben mich einfach gefesselt und ich könnte "Neben Dem Licht" auch jetzt noch rauf und runter hören. Einziges Manko ist, dass die Scheibe mit ihren vier Songs viel zu kurz ist. Ich hoffe darauf, sehr bald mehr von dieser Band zu hören. Empfehlungen auszusprechen wird hier auf Grund der angesprochenen Vielschichtigkeit und "Eigenartigkeit" (im positivsten Sinne) der Musik wirklich schwer. Am Besten sollte einfach jeder einmal ein Ohr riskieren. Für Leute, die sich in der musikalischen Schnittmenge Anomalie-Satyricon-JustWentBlack wieder finden können ist Reinhören Pflicht!




