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LIGHT YOUR ANCHOR - HOPESICK

Eintragen am: 06.05.2013

Nach ihrer gelungenen Debut-EP "Peter Pan Syndrome" aus dem vergangenen Jahr war ich gespannt, ob Light Your Anchor aus Hamburg es auch schaffen würden ihren Stil über ein ganzes Album durchzuziehen ohne es langweilig werden zu lassen. Die erste Singleauskopplung "Falls and Stand" mit Johnny O'Callaghan von Liferuiner lies ja bereits auf einiges hoffen. Was soll ich sagen: Auf die Jungs ist Verlass.

11 Songs + Intro bietet die neue CD - und jeder einzelne strotzt vor Melodie und positiver Attitüde. Light Your Anchor verfolgen weiterhin ihren Stil aus Skatepunk und modernem Hardcore und brennen auf ihrer ersten Full-Length ordentlich was ab. Melodien und Breakdowns reihen sich nahtlos aneinander und lassen "Hopesick" zu einem besonderen Hörerlebnis werden, was auch den Wechsel zu Let It Burn Records erklären dürfte. Besonders bemerkenswert im Vergleich zur EP ist der zusätzliche Shouter Daniel. Dessen Stimme mag zu Anfang gewöhnungsbedürftig sein, passt jedoch perfekt ins Gesamtkonzept und sorgt noch einmal für eine zusätzliche Portion Power.

Die Band hat sich ihren Sinn für punkige Ohrwurm-Melodien definitiv bewahrt und erinnert weiterhin stark an Melodic Hardcore á la Belvedere - ohne es sich jedoch nehmen zu lassen mit druckvollen Breakdowns inklusive Metalcore-Anleihen für gehörig Dampf zu sorgen (für die härtere Fraktion sei besonders der Song "Deaf Habitant" zu empfehlen). Der Fokus liegt jedoch klar auf der punkigeren Schiene - und die fahren Light Your Anchor gekonnt und sicher. Songs wie "Break the Routine", "Start From Scratch" und "This Path" (feat. Wes Thompson von Climates) lassen dieses Album definitiv zum Anwärter auf den Titel "Sommeralbum des Jahres" werden. Ruhiger, aber nicht weniger kraftvoll, wird es mit "Buried in my Mind". Dieser Song und "Carry On" heben besonders die charismatische Clean-Stimme von Sänger Thomas hervor, der sich auch für das Songwriting verantwortlich zeigt.

Bei aller Melodie vermeiden es Light Your Anchor allerdings gekonnt auf eine zu poppige Schiene abzudriften, ebenso wie keiner der Breakdowns erzwungen klingt um sich Kredibilität zu erspielen. Vielmehr haben Light Your Anchor es geschafft ihr erstes Album mit absolut ehrlich wirkenden Songs zu füllen, die die sXe-Ideale der Band geradezu hinausposaunen um auch den letzten in gute Stimmung zu versetzen. Ein Muss für alle Punkbegeisterten.

 

Pro
  • Sommeralbum
  • sehr gute Produktion
  • ausgeklügeltes Songwriting
Kontra
  • auf Dauer leicht eintönig
  • sehr kurz
Wertung: 9 / 10 Punkte
Autor: KiliRegistriert: 01.05.2013 - Verfasste Artikel: 1 - Forenposts: 1 - Alle Artikel anzeigen
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Allgemeine Informationen

Veröffentlichung: 14.06.2013

Spielzeit: 32 min

Label: Let It Burn Records www.letitburnrecords.com

Band: www.facebook.com

Tracklist:

01. Hopesick
02. Withered And Burned
03. Fall And Stand (feat. Johnny O'callaghan / Liferuiner)
04. Deaf Inhabitant
05. Buried In My Mind
06. The Old Man And The Scene
07. Break The Routine
08. Start From Scratch
09. This Path (feat. Wesley Thompson / Climates)
10. Sparkle Of Hope
11. Chasing Ghosts
12. Carry On

Discografie:

2013 - Hopesick
2012 - Peter Pan Syndrome