NASTY - DECLARING WAR

Die vier Belgier machen mir Angst.. und das ist gut so. Sicherlich sind Worte wie Brutal, Stumpf, Minimalistisch, ("für Genrefans wohl auf das Wichtigste beschränkt"), langsam ausgeleierte Schlagworte, allerdings treffen sie auf "Declaring War" nur allzu gut zu.
Den Hörer erwartet ein sehr gut produzierter Cocktail aus Beatdown und Moshparts mit einem Schuss Deathmetal, welcher es vermag eine erstaunlich düstere und ernste Atmosphäre zu schaffen. Schlagzeug und Gitarren bewegen sich durchgehend auf hohem Niveau. Auf plötzliche Tempowechsel wurde cleverer Weise weitgehend verzichtet, nichts hätte der Platte mehr schaden können als ein möchtegern Oldschool-Touch.
Langweile kommt trotzdem nicht auf: Hier mal ein Doublebase-Blastpart, da mal etwas Grind, ansonsten viel Slow-Mosh und die Guest-Vocals von unter anderem Toni (SCREAMIN SILENCE), Norman (CAPITAL PUNISHMENT), Hans (WIT) und Tim (VISON OF DISORDER, "unglaublich oder?!?"), tun den Rest und der "Unity" genüge. Bleibt noch zu sagen, dass sich die Texte auf gutem aber vulgärem Niveau befinden, und auch das trägt zu einem gewollt absolut kompromisslosen Gesamteindruck bei.
Die langjährige Erfahrung der einzelnen Bandmember macht sich bezahlt, Nasty bleiben die ganze Zeit über sie selbst. Einfach aber effektiv lautet die Devise und das Konzept geht auf.
Ansonsten besticht die Scheibe mit einem wie ich finde sehr geilen Artwork und einer absolut runden Produktion.
Für Genrefans ein absolutes Muss. Für alle anderen: "anchecken!!!"





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